FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 24. November 2009. Bei moderaten Umsätzen punkten einige asiatische Standard- und deutsche Nebenwerte. Der Handel mit Immobilienfonds bleibt wegen ihrer Aussetzung rege.
Schließungen bei Immobilienfonds
Über den Anlegerschock der Woche berichtet Wöllnitz. Der Fondsanbieter Axa hat am 19. November nach nur drei Monaten die Rücknahme der Anteilscheine seines offenen Immobilienfonds Axa Immoselect (WKN 984645) ausgesetzt. Nur einen Tag vorher wurde der Degi International (WKN 800799) geschlossen. Die Anleger könnten ihre Anteilsscheine nicht mehr zurückgeben, die Garantie der Rücknahme sei damit ausgehebelt. Die Spezialisten bieten jedoch Handel gegen Buch an, d.h. Anleger können ihre Anteile über die Börse verkaufen, wenn ein Käufer vorhanden ist.
Zur Erinnerung: Der Fonds von Axa (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) war bereits fast ein Jahr geschlossen gewesen. "Seit der Wiedereröffnung Ende August hat es enorme Mittelabflüsse in Höhe von fast einer Milliarde Euro gegeben, das spricht für ein strukturelles Problem", erklärt Wöllnitz. Jetzt sorge die Nachricht von der Schließung erneut für Unruhe bei den Anlegern. Sie trennten sich im größeren Rahmen von ihren Anteilen, und zwar zu Preisen, zu denen genügend Abnehmer im Markt sind. "Es kam ein gewisser Druck auf, dies führte zu Kursabschlägen bis zu 9 Prozent", betont der Market Maker.
Darüber hinaus habe die Situation bei den Anlegern zu Verunsicherung gegenüber anderen Immobilienfonds geführt und weitere Verkäufe ausgelöst, wie beim international aufgestellten SEB ImmoInvest (WKN 980230), dem CS Euroreal A EUR (WKN 980500) und nicht zuletzt dem KanAm grundinvest Fonds (WKN 679180). "Inzwischen hat sich die Lage aber etwas beruhigt", relativiert Wöllnitz die Entwicklung.
Asiatische Aktien mit Umsatzplus
Relativ viele Umsätze bei asiatischen Fonds meldet Asienspezialist Schröder.
Dabei prägten, vor allen anderen, Verkäufe beim DWS China (WKN 565129) das Bild. Der Fonds legt ausschließlich in chinesische Standardwerte an, wie China Mobile (0941.HK - Nachrichten) , Bank of China oder China Life Insurance.
Von Anlegern gerne gekauft würden dagegen Anteile des UBS (Lux) Equity Fund - Greater China (GCHC.PK - Nachrichten) (WKN 986408) sowie des CAAM Funds Greater China (WKN 258114). Beide Fonds investieren in chinesische Standardwerte mit starker Marktposition. Über größere Käufe berichtet Schröder weiterhin beim First State Asia Pacific Leaders Fund (WKN A0BK0C). Der Fonds legt hauptsächlich in Minen- und Halbleiterwerte aus der Region Asien-Pazifik an.
Deutsche Nebenwerte gefragt
Durchwachsen habe sich der Handel mit deutschen und europäischen Fondsanteilen gezeigt, berichtet Spezialist Schröder. Verkäufe im größeren Umfang konnte er beim deutschen Concentra (WKN 847500) beobachten, der Aktien von DAX (Xetra: Nachrichten) -Unternehmen, wie Siemens (Xetra: 723610 - Nachrichten) , Bayer (Xetra: 575200 - Nachrichten) und Allianz im Portfolio führt. Ebenfalls getrennt hätten Anleger sich vom Industria A (WKN 847502). Der Fonds investiert branchenübergreifend in Werte des DJ Euro Stoxx. Überwiegend Käufe habe es dagegen beim ACATIS Champions Select - Acatis Aktien Deutschland ELM (WKN 163701) gegeben, der sich bevorzugt in Nebenwerte wie Inet und Axel Springer engagiert.
Mehr Verkäufe bei Edelmetallen
Tendenziell eher verkauft hätten Anleger Minenwerte wie den BGF World Gold Fund A2 USD (WKN 974119). "Momentan ist kein klarer Trend auszumachen", kommentiert Schröder die Lage. "Dagegen haben viele den etwas spezielleren, weil weltweit tätigen Falcon Gold verstärkt nachgefragt". Der Falcon Gold Equity Fund (WKN 972373) investiert in erster Linie in Goldaktien.
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© 24. November 2009/Margarethe Dawo
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG (Xetra: 581005 - Nachrichten) verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)