Börse Frankfurt-News: Liquidität sucht Anlage (Fonds)

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Dienstag, 17. November 2009, um 15:12 CET

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 17. November 2009. Bei sonst ruhigem Handel richtet sich das Hauptinteresse der Anleger auf Schwellenländer-Fonds. Die positive Entwicklung beim DAX (Xetra: Nachrichten) regt auch die Umsätze deutscher Aktienfonds an. Defensive Wertpapieranlagen sind weniger gefragt.

Schwellenländer sind die Lieblinge

Im Zuge des wieder aufflammenden Schwellenländer-Interesses wird Indien in Investorenaugen bedeutender. Am Dienstagmorgen berichtet Pfeiffer über große Orders in Anteilen am HSBC GIF Indian Equity AD (WKN 974873). Der bei den Anlegern beliebte Fonds engagiert sich in börsennotierten indischen Unternehmen und will eigentlich langfristig Kapital erwirtschaften. Allerdings sei der Fonds nichts für Anleger mit schwachen Nerven: "Mit mehr als 75 Prozent Volatilität über das Jahr verteilt kann es schon mal kräftig rauf- und runtergehen", berichtet Pfeiffer. Trotzdem schätzt er die Chancen, mit indischen Aktien langfristig Gewinne zu machen, als gut ein.

Größtenteils Käufe habe es beim CAAM Funds Latin America Equities-AC (WKN A0DNS3) gegeben. "Dieser Fonds wird immer wieder gerne genommen", konstatiert der Market Maker. Der Aktienfonds investiert in Standardwerte von mittel- und südamerikanischen Unternehmen.

Diesen Trend bestätigt auch Spezialist Schröder und meldet größere Umsätze, geprägt von Käufen beim DWS Top 50 Asien (WKN 976976). "Bedingt durch die mehrfachen Monatshochs des Hang Seng (Nachrichten) haben viele Anleger reagiert und kräftig zugegriffen." Der Fonds führt asiatische Standardwerte im Portfolio wie Samsung und China Mobile (0941.HK - Nachrichten) und beinhaltet insgesamt 50 Unternehmen aus dem asiatischen und pazifischen Raum.

DAX-Fonds profitieren

Auch Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland profitierten von der guten Börsenentwicklung, erklärt Schröder. Dabei zeigten sich die milliardenschweren Flaggschiffe in sehr guter Form. So seien in den vergangenen Tagen z. B. beim cominvest Fondak P (WKN 847101) verstärkt Käufe zu vermelden. Der wertorientierte Aktienfonds investiert ausschließlich in große Standardwerte.

Interesse an Weltstrategie

Rege Nachfrage verzeichne laut Schröder der erst seit einem Jahr bestehende ARERO - Der Weltfonds (WKN DWS0R4). ARERO stehe für Aktien, Renten und Rohstoffe im Verhältnis 60, 25 und 15 Prozent. "Das Besondere am Aktienteil ist, dass die Regionen nicht nach Kapital, sondern nach dem Brutto-Inlandsprodukt gewichtet werden", erklärt Schröder.

Defensive Strategie weniger attraktiv

Verkäufe beobachtet Schröder seit einigen Tagen beim UniFonds (WKN 849100), Der 1956 aufgelegte Fonds legt zu 95 Prozent in deutsche Aktien an, vorwiegend in große Standardwerte wie Siemens (Xetra: 723610 - Nachrichten) , E.on oder Bayer (Xetra: 575200 - Nachrichten) . Den Rest bildeten Anleihen wie zum Beispiel die KFW-Anleihe. "Der UniFonds ist defensiv. Bei steigenden Märkten trennen sich die Anleger von solchen Papieren, sie werden bei dem sehr niedrigen Zinsniveau unattraktiv", meint Schröder.

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© 17. November 2009/Margarethe Dawo

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG (Xetra: 581005 - Nachrichten) verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)