Hamburg (dapd). Der Chef des Automobilzulieferers Robert Bosch, Franz Fehrenbach, hat einen Ausschluss Griechenlands aus der EU und dem Euro-Raum gefordert. Griechenland sei "marode und in einer Solidargemeinschaft eine untragbare Belastung", sagte Fehrenbach dem Hamburger "Manager Magazin" laut einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview. Sollte Griechenland die EU und den Euro nicht freiwillig verlassen wollen, müsse die Gemeinschaft ihre Gesetze ändern und das gegen die Staatspleite kämpfende Land ausschließen.
Die EU solle den Griechen den Ausstieg mit Strukturhilfen erleichtern, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Griechenland habe als "Staat mit Phantomrentnern und reichen Nichtsteuerzahlern" und als "Staat ohne funktionierende Verwaltung" in der EU derzeit nichts zu suchen", sagte der Bosch (BSE: BOSCHL.BO - Nachrichten) -Chef.
Fehrenbach sagte, eine Gemeinschaftswährung könne nur mit einer gemeinsamen Steuer-, Haushalts- und Wirtschaftspolitik funktionieren. Dabei sollten wirtschaftlich schwächere Länder zunächst außen vor bleiben.
"Wir kommen um ein Europa der zwei Geschwindigkeiten nicht herum", erklärte er. Fehrenbach ließ offen, welche Staaten einer Kern-Gemeinschaft angehören sollten. Klar sei aber, dass Deutschland nicht überfordert werden dürfe.
dapd





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