New York (BoerseGo.de) – Nach Einschätzung von Pimco-Gründer Bill Gross erhöht die expansive Geldpolitik in den USA in erster Linie die Preise für die Vermögenswerte wie die Aktien oder die Rohstoffe. Es gebe aber keine Nachweise, dass die Geldschwemme mit einer nachhaltigen Wertschöpfung einhergeht, schrieb er in einem monatlichen Investmentbericht, der von Bloomberg zitiert wurde.
"Das ganze viele Geld erhöht die Asset-Preise. Aber es führt nicht dazu, dass die Unternehmen Zukunftsinvestitionen vornehmen. Damit entsteht kein nachhaltiges Wachstum. Die niedrigen Zinsen wirken in erster Linie positiv auf den Konsum, aber nicht auf die Investitionsneigung der Firmen.“
Sollte der Konsum wieder sinken, könnten auch die Aktienkurse einbrechen. Ein nachhaltiger Anstieg bei den Aktien erfordere ein nachhaltiges Wachstum der Wirtschaft, der zukunftsträchtige Investitionen vorausgehen müssten. Andernfalls würde keine echte Wertschöpfung erfolgen und der Markt könnte schnell wieder unter Druck geraten.
Gefahr im Verzug sieht er durch die sogenannte Fiskalklippe in den USA, da diese den Konsum sinken lassen könnte. Anfang des kommenden Jahres laufen Steuersenkungen und Erhöhungen des Arbeitslosengeldes aus, die als befristete Konjunkturstütze gedacht waren. Zudem tritt ein Spargesetz in Kraft, welches automatische Ausgabenkürzungen vorsieht.







