Tokio (BoerseGo.de) - Einer der Hauptanwärter auf den Chefposten bei der japanischen Notenbank Bank of Japan (BoJ), Haruhiko Kuroda, hält eine weitere geldpolitische Lockerung in diesem Jahr für gerechtfertigt. "Einige weitere" Maßnahmen könnten gerechtfertigt sein, sagte Kuroda in einem Interview, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die BoJ habe noch zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung, um ihr Inflationsziel zu erreichen. Japan leidet seit Jahren unter einer deflationären Rezession, die immer nur zeitweise überwunden werden konnte.
Die japanische Notenbank hatte vor einem Monat das Inflationsziel auf zwei Prozent verdoppelt und zeitlich unbegrenzte Anleihekäufe ab 2014 angekündigt, um dieses Ziel zu erreichen. Für das laufende Jahr hat die BoJ bisher aber keine zusätzlichen Maßnahmen beschlossen.
Kuroda ist Beobachtern zufolge der aussichtsreichste Kandidat auf den BoJ-Chefposten. Der bisherige Notenbankgouverneur, Masaaki Shirakawa, wird bereits am 19. März vorzeitig zurücktreten, um seinem Nachfolger Platz zu machen. Shirakawas Amtszeit endet eigentlich erst am 8. April. Kuroda hatte sich in der Vergangenheit für eine massive geldpolitische Lockerung ausgesprochen. Unter anderem hatte er sich für eine Erhöhung des Inflationsziels auf drei Prozent ausgesprochen.



