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    Boeings Dreamliner darf nach Pannenserie zu Testflügen starten

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    Berlin (dapd). Der Flugzeugkonzern Boeing darf seinen Problemjet 787 Dreamliner nach einer mehrwöchigen Zwangspause wieder starten lassen - aber nur für Testflüge. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilte dem Unternehmen am Donnerstag eine entsprechende Sondergenehmigung. Ziel der Flüge sei es, weitere Informationen über die Probleme mit den Batterien zu sammeln, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. In zwei Fällen waren neuartige Lithium-Ionen-Batterien in dem Flugzeug in Brand geraten.

    Am 7. Januar war es zu einem Batterie-Feuer an Bord eines Dreamliners auf dem Flughafen von Boston gekommen. Eine Woche später musste eine weitere 787 in Japan wegen Rauchs aus der überhitzten Batterie notlanden. Kurz danach wurden die Maschinen weltweit mit einem Startverbot belegt.

    Die Testflüge dürfen nur über unbewohnte Gebiete führen, wie die FAA festlegte. Boeing (NYSE: BA - Nachrichten) will auf den Flügen den echten Flugbetrieb simulieren, um so der bisher ungeklärten Ursache der Feuer auf die Spur zu kommen.

    Bis heute fanden mehrere Hundert Techniker von Hersteller und Behörden nicht endgültig heraus, warum die Feuer ausbrachen. Nach einem Bericht der US-Transportsicherheitsbehörde NTSB kam es in der Batterie zu einem Kurzschluss in einer der acht Zellen. Dadurch sei die Zelle und dann die ganze Batterie durchgebrannt. Offen ist weiter, was den Kurzschluss auslöste.

    Die NTSB übte Kritik an Boeing in Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren für die Batterie. Damals habe Boeing keine Hinweise darauf gefunden, dass sich ein Feuer in der Batterie von Zelle zu Zelle weiterfressen könne. Das sei aber nun passiert.

    Unterdessen zitiert das Nachrichtenmagazin "Spiegel" aus einem Bericht der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) aus Köln. Die EASA attestierte den Batterien demnach einen "Mangel an Reife". Bei der Zulassung des Flugzeugs im August 2011 war die EASA aber nicht federführend, sondern hatte sich dem Votum der amerikanischen Partnerbehörde FAA angeschlossen.

    dapd

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