New York (BoerseGo.de) - Nach der Einschätzung der Experten von BNP Paribas wird das Umfeld für Anleger aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus auch im Jahr 2013 schwierig bleiben. Mit den als vermeintlich sichere Häfen geltenden Anlagen ließen sich keine attraktiven Erträge erwirtschaften. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte werde sich weiterhin negativ auf das Wachstum auswirken. Die Defizite der meisten Staaten seien für eine Stabilisierung der Schuldenquote immer noch zu hoch, was ausgeprägte Sparmaßnahmen in den Industriestaaten zur Folge haben dürfte. Die chinesische Konjunktur habe die Talsohle wohl erreicht, das Wachstum dürfte sich aber langsamer gestalten als in der Vergangenheit. Mit Blick auf die Eurokrise sind die Experten mittlerweile etwas zuversichtlicher gestimmt. Die Extremrisiken seien ihrer Ansicht nach unter Kontrolle. Allerdings stehe eine dauerhafte Lösung noch aus. So benötigen die großen Projekte wie Bankenunion und Wirtschaftspakt noch viel Arbeit. Bei der Leitzinsentwicklung sehen die Experten kaum Risiken. Die Liquidität an den Märkten dürfte extrem hoch bleiben. Mit positiven Impulsen durch Zinssenkungen sei nicht zu rechnen, da die Leitzinsen in kaum einem Industriestaat noch deutlich über Null lägen.
Bei Aktien raten die Experten zu einer neutralen Gewichtung. Diese Anlageform eigne sich für das Jahr 2013 nur für dynamisches Management, nicht aber für eine "Buy-and-Hold"-Strategie. Bei Aktien sollten Papiere japanischer Unternehmen untergewichtet werden. Das treffe auch für Aktien aus den Schwellenländern zu, da diese auf relativer Basis unattraktiv erscheinen. Übergewichtet sollten dagegen Aktien aus den USA und Europa werden. Die Experten begründen dies mit dem in den USA erwarteten Wachstum sowie der vergleichsweise attraktiven Bewertung europäischer Papiere.

