Billiges Geld lässt die Anleger jubeln

ftd
, Montag, 23. November 2009, um 16:00 CET

Der Dow Jones gewann 1,5 % auf 10478 Punkte, der S&P 500 legte 1,8 % zu. Die Nasdaq rückte 1,9 % vor.

Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik beflügelte die US-Börsen am Montag. Fed-Vertreter James Bullard sagte am Sonntag, die US-Notenbank sollte ihr Ankaufprogramm von mit Hypothekenkrediten besicherten Wertpapieren verlängern, um Politik und Federal Reserve mehr Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen die Rezession zu verschaffen. Damit dürften die Leitzinsen vorerst nicht angehoben werden, sagte Peter Bookvar von Miller Tabak & Co. "Der Markt liebt das." Zudem nahm die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama eine wichtige Hürde im Senat. Davon profitierten die Aktien von Pharma- und von Versicherungskonzernen: Die Aktien von Pharma-Branchenprimus Pfizer stiegen um 2,4 %.

Größter Gewinner an der New Yorker Börse waren mit 8,6% Aufschlag die Aktien des chinesischen Solarunternehmens LDK Solar. Das Unternehmen hatte im dritten Quartal unerwartet einen Gewinn erwirtschaftet und sich zudem optimistisch für das Geschäft im Schlussquartal geäußert. Aktien von Schlumberger stiegen 2,5 %, nachdem Analysten der Credit Suisse eine Kaufempfehlung für das weltgrößte Ölfeldserviceunternehmen gegeben hatten. Die Aktie des Ölkonzerns Exxon Mobil legte 1,5 % zu - sie profitierte vom gestiegenen Rohölpreis an der New Yorker Terminbörse.

Die Papiere des Technologiekonzerns Ciena gaben 5,6 % nach. Das Unternehmen hatte sich zuvor im Bieterwettstreit mit dem deutsch-finnischen Netzwerkspezialisten Nokia Siemens Networks um Geschäftsteile des bankrotten kanadischen Konkurrenten Nortel durchgesetzt und für 769 Mio. Euro den Zuschlag erhalten.