New York (BoerseGo.de) – Der Aktienexperte von Trimtabs, Charles Biderman, hält die meisten US-Wirtschaftsdaten von ihrer Qualität her für zweifelhaft. Dies gelte unter anderem für die Einzelhandelsdaten, äußerte er in seinem Internet-Blog.
Obwohl man heutzutage Daten von Einzelhandels-Transaktionen über Visa und Mastercard beziehen kann, werde eine altmodische monatliche Umfrage unter 40.000 Händlern erhoben. Diese werde dann extrapoliert und die finale Zahl noch einer saisonalen Bereinigung unterzogen. Letztlich könne man immer auf Ergebnisse kommen, die man sich wünscht.
Die Entwicklung bei den Löhnen und Gehältern sei besorgniserregend. Aufgrund der schlechten Qualität der US-Arbeitsmarktdaten würden die Löhne ein besseres Bild der Lage zeigen. Eine Umfrage, die anschließend modifiziert werde, sei kein Indikator für den Arbeitsmarkt, so die Kritik am Arbeitsmarktbericht.
Auch die Wachstumsdaten würden ständig bereinigt und frisiert werden und seien daher wertlos. Die jüngste Rally bei den europäischen Aktien sowie am US-Aktienmarkt hält Biderman für irrational und übertrieben.

