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    Ein oder doch besser zwei Sony?

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    Sony (Xetra: 853687 - Nachrichten) prüft die Forderung des US-Investors Daniel Loeb, den Elektronik-Riesen zu zerschlagen. Einen Zeitplan für eine Entscheidung gebe es nicht, betonte Konzernchef Kazuo Hirai am Mittwoch in Tokio. Die Prüfung könne sich über einen Monat hinziehen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der Milliardär Loeb will, dass Sony das Film- und Musikgeschäft abtrennt und bis zu ein Fünftel davon an die Börse bringt. Mit den Einnahmen soll die seit Jahren schwächelnde Elektronik-Sparte auf Vordermann gebracht werden.

    Unmittelbar nach Loebs Vorstoß vergangene Woche hatte Sony zunächst erklärt, das Unterhaltungsgeschäft sei wichtig für Sonys Wachstum und stehe "nicht zum Verkauf". Allerdings hatte sich Hirai zwischenzeitlich mit dem US-Investor (Other OTC: IVSBF - Nachrichten) getroffen. Loeb sieht sich als größter Einzelaktionär von Sony. Sein Hedge-Fonds Third Point sammelte nach bisherigen Informationen einen Anteil von 6,5 Prozent an. Loeb ist als aggressiver kritischer Aktionär bekannt und hatte bereits den Internet-Konzern Yahoo in die Mangel genommen.

    Sony schraubte am Mittwoch seine Erwartungen an den Verkauf von Digitalkameras und Smartphones deutlich zurück. Der japanische Elektronikkonzern rechnet im kommenden Geschäftsjahr 2014 und 2015 bei Digitalkameras nur noch mit einem Umsatz von umgerechnet 9,8 Milliarden Euro statt wie bislang mit 11,3 Milliarden Euro. Noch stärker dampfte das Management am Mittwoch das Umsatzziel für Smartphones und Tablet-Computer ein: Statt umgerechnet 13,6 Milliarden Euro, erwartet Sony im Geschäftsjahr bis Ende März 2015 nur noch 11,3 Milliarden Euro.

    Bereits in diesem Jahr rechnet Sony mit Einbrüchen in der Unterhaltungselektronik. Bei Digitalkameras erwartet das Unternehmen früheren Angaben zufolge einen Rückgang um 20 Prozent auf 13,5 Millionen Stück. Smartphones will der Konzern in diesem Geschäftsjahr aber 42 Millionen Stück verkaufen - und damit ein Viertel mehr als noch vor einem Jahr. Sony kämpft mit den chinesischen Konzernen Huawei und ZTE (HKSE: 0763.HK - Nachrichten) sowie LG Electronics (KSE: 066570.KS - Nachrichten) aus Südkorea um den dritten Platz auf dem boomenden Smartphone-Markt hinter den Platzhirschen Samsung und Apple (NasdaqGS: AAPL - Nachrichten) .

    Auch die Playstation ist kein Renner

    In dem strategischen Ausblick bekräftigte Hirai aber weiterhin sein "One Sony"-Konzept: Die verschiedenen Bereiche des Konzerns sollen endlich zusammenspielen. Sony mit seiner Vielfalt aus Wohnzimmer-Elektronik, Spielekonsolen, Handys und Inhalten wurde eine Schlüsselposition in der digitalen Entertainment-Zukunft zugetraut. Unter anderem wegen interner Grabenkämpfe fiel der Konzern jedoch hinter Rivalen wie Apple und Samsung zurück.

    Hirai will nun die Wende schaffen. Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr brachte er Sony schon einmal wie versprochen in die schwarzen Zahlen - allerdings vor allem dank Verkäufen von Immobilien und Beteiligungen sowie dem günstigen Yen-Kurs.

    Die Herausforderungen bleiben groß: Im Strategie-Update kappte Sony auch das Gewinnziel für die wichtige Spielesparte mit der Playstation. Bei einem erwarteten Umsatz von einer Billion Yen (7,6 Milliarden Euro) sei im kommenden Geschäftsjahr nur eine operative Gewinnmarge von zwei Prozent zu erwarten. Eigentlich hatte sich Sony für das im März 2015 endende Geschäftsjahr eine Marge von acht Prozent für die Sparte vorgenommen.

    Sony hatte im Februar die nächste Konsole Playstation 4 angekündigt, die Ende des Jahres in den Handel kommen soll. Am Dienstag stellte Rivale Microsoft ausführlich seine neue Xbox One vor, die ebenfalls zum Weihnachtsgeschäft erwartet wird. Mit ihrem Fokus auf Unterhaltungs-Angebote und einer verbesserten Kinect-Bewegungssteuerung wird sie sofort als harter Konkurrent für die neue Playstation gesehen. Im vergangenen Geschäftsjahr war der Sony-Umsatz im Spielegeschäft um über zwölf Prozent auf 707 Milliarden Yen gesunken. Der operative Gewinn schmolz auf 1,7 Milliarden Yen (13 Millionen Euro) zusammen.

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