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    Berliner FDP-Landeschef sieht letzte Chance für Flughafenplaner

    Berlin/Schönefeld (dapd-lbg). Berlin kann sich beim Bau des Hauptstadtflughafens in Schönefeld nach Ansicht des FDP-Landesvorsitzenden Martin Lindner keine weiteren Pannen mehr leisten. "Der nächste Termin muss absolut sitzen, sonst wird nicht nur Berlin, sondern Deutschland als Wirtschaftsstandort weltweit bis auf die Knochen blamiert", sagte Lindner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd. Deshalb sollten sich die Planer Zeit für eine "solide Bestandsaufnahme" nehmen, statt ständig neue, nicht einzuhaltende Eröffnungstermine zu nennen.

    Wegen Baumängeln und Missmanagements wurde der Termin für den Betriebsstart bereits viermal verschoben. Zuletzt war der für Oktober 2013 anvisierte Eröffnungstermin geplatzt. Vor allem die Brandschutzanlage bereitet bei dem über vier Milliarden Euro teuren Projekt Ärger, weshalb kürzlich Flughafenchef Rainer Schwarz gefeuert worden war. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Auch ein neuer Eröffnungstermin fehlt. Am morgigen Mittwoch (13. Februar) tagt der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, um sich mit der langen Mängelliste zu befassen.

    Nach Ansicht Lindners ist das Debakel aber nicht ausschließlich die Schuld von Managern und Aufsichtsräten. Zwar habe etwa Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als früherer Aufsichtsratschef mit seiner "laxen Art" jedes Engagement vermissen lassen und bei der Kontrolle "versagt". "Aber wenn wir die Sache ehrlich betrachten, dann gibt es einen Teil, der hat nichts mit Wowereit zu tun", sagte Lindner. "Der hat damit zu tun, dass die öffentliche Hand es strukturell falsch anpackt."

    So würden Großprojekte in der Regel viel zu billig angesetzt, um sie durch Parlamente, Ausschüsse und Gemeinderäte "durchzupeitschen". Und statt des leistungsfähigsten Bewerbers käme in der Ausschreibung entsprechend der billigste Anbieter zum Zug, der häufig mit dem Projekt überfordert sei, bemängelte Lindner. "Damit geht dann meistens die Misere weiter. Das ist nicht Berlin-typisch."

    dapd

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