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    Batterieprobleme zwingen Dreamliner zu Notlandung in Japan

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    Tokio (dapd). Der als Verkaufsschlager ersonnene "Dreamliner" beschert dem amerikanischen Flugzeughersteller Boeing dieser Tage eine Negativschlagzeile nach der anderen. Nachdem zuletzt mehrere Pannen binnen weniger Tage für Aufsehen gesorgt hatten, musste am Mittwoch eine von All Nippon Airways (ANA) betriebene Maschine des Modells 787 auf dem Flughafen im japanischen Takamatsu notlanden, wie ein Sprecher der Airline erklärte. Die Notlandung sei durch einen Warnhinweis auf Batterieprobleme während des Flugs ausgelöst worden. Die genauen Umstände des Zwischenfalls würden zurzeit geprüft.

    Der Flughafen wurde wegen der Notlandung geschlossen. Das japanische Fernsehen zeigte Bilder von Notrutschen an einem Dreamliner. In örtlichen Medien wurde zudem über Qualm im Flugzeuginneren berichtet. Von Verletzten an Bord des notgelandeten Fliegers war zunächst keine Rede.

    Schon 2012 waren mehrmals technische Probleme beim Dreamliner gemeldet worden. Vorige Woche ordnete die US-Luftfahrtbehörde FAA dann nach einer Reihe von Pannen binnen kurzer Zeit eine Untersuchung an, erklärte den Dreamliner aber grundsätzlich für flugtauglich. Zuvor hatten mehrfache Meldungen über Treibstofflecks, eine gesprungene Cockpit-Scheibe und einen Batteriebrand für Aufsehen gesorgt. In allen Fällen war All Nippon Airways betroffen.

    Kinderkrankheiten oder grundlegendes Problem?

    Der erst 2011 in Dienst gestellte zweimotorige Dreamliner ist das neueste und technisch anspruchsvollste Modell des amerikanischen Airbus (Paris: NL0000235190 - Nachrichten) -Konkurrenten. Die Maschine ist zu großen Teilen aus leichten Karbonfasern gebaut und gilt daher als sparsam im Spritverbrauch. Allerdings kam es schon vor der Premiere immer wieder zu technischen Problemen.

    Die Probleme bei der 787 sind nach Darstellung von Boeing (NYSE: BA - Nachrichten) nicht schlimmer als die Kinderkrankheiten der 777 Mitte der 90er Jahre - und dieser Typ ist inzwischen ein Verkaufsschlager. Von den mittelgroßen Dreamlinern hat Boeing seit Ende 2011 bereits 50 Stück ausgeliefert, fast 800 weitere sind bestellt. Um den Nachfragestau abzubauen, will das Unternehmen die Fertigung bis Ende des Jahres von derzeit fünf auf zehn Maschinen im Monat ausbauen.

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