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    Börsen in Europa Schluss: Zugewinne bleiben bis zum Ende bestehen

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    Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes wiesen auch zum Ende des Montaghandels solide Zugewinne auf. Die schwächeren Arbeitsmarktdaten aus dem Euroraum traten dabei angesichts des auf dem Euro-Gipfel beschlossenen Maßnahmenpakets und der erhofften Zinssenkung seitens der EZB in den Hintergrund. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann 1,21 Prozent auf 2.292,08 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) zog um 1,61 Prozent an auf 2.419,42 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Plus.

    Wie das europäische Statistikamt Eurostat heute bekannt gab, hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Mai 2012 verschlechtert. Im Euroraum (ER17) stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 11,1 Prozent, nach 11,0 Prozent im Vormonat und 10,0 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,3 Prozent, im Vergleich zu 10,2 Prozent im April 2012 und 9,5 Prozent im Mai 2011. Eurostat schätzt, dass in der EU27 insgesamt 24,9 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,6 Millionen im Euroraum. Gegenüber April 2012 hat die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 151.000 und im Euroraum um 88.000 zugenommen. Im Vergleich zu Mai 2011 ist die Zahl in der EU27 um 2,0 Millionen und im Euroraum um 1,8 Millionen geklettert.

    Die Arbeitsmarktsituation in Italien hat sich im Mai 2012 verbessert. Dies teilte die italienische Statistikbehörde Istat in Rom am Montag mit. So verringerte sich die Arbeitslosenquote in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 10,1 Prozent. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote noch bei 10,2 Prozent gestanden. Die Zahl der Arbeitslosen lag mit 2,58 Millionen um 0,7 Prozent unter dem Vormonatsniveau aber um 26,0 Prozent über der Zahl des Vorjahresmonats.

    Im britischen FTSE 100 (Euronext: VFTSE.NX - Nachrichten) legten Anteile von Barclays (London: BARC.L - Nachrichten) (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) mit einem Plus von 3,4 Prozent deutlich zu, nachdem die Großbank heute den Rücktritt ihres Chairman Marcus Agius bekannt gab. Den Angaben zufolge erfolge der jüngste Rücktritt vor dem Hintergrund des Skandals um Zinsmanipulation, der bei der Bank zu einem immensen Reputationsverlust geführt habe. In den seit Monaten laufenden Untersuchungen geht es um den Vorwurf der Manipulationen des weltweit gültigen Interbanken-Zinssatzes Libor. Die Spitzenposition hatte Aviva (London: AV.L - Nachrichten) , mit einem Plus von 3,7 Prozent inne. Auch Rohstoffwerte finden sich auf den vorderen Rängen wieder. Beispielsweise legten Petrofac (EUREX: P2FF.EX - Nachrichten) um 3,5 Prozent zu. Admiral Group (London: ADM.L - Nachrichten) verlor als schwächster Titel 1,9 Prozent an Wert. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline plc (GSK) (ISIN GB0009252882/ WKN 940561) hat sich mit den zuständigen US-Behörden auf eine milliardenschweren Vergleich geeinigt. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde man demnach insgesamt rund 3 Mrd. US-Dollar an die zuständigen Behörden überweisen. Hintergrund sind Gerichtsstreitigkeiten über illegale Vertriebs- und Marketingpraktiken bei insgesamt neun Medikamenten von GlaxoSmithKline (Other OTC: GLAXF.PK - Nachrichten) in den USA. Bereits im Jahre 2004 hatte die Staatsanwaltschaft von Colorado ein Untersuchungsverfahren eingeleitet, dem sich im weiteren Verlauf mehrere andere US-Bundesstaaten, das US-Justizministerium und andere US-Behörden angeschlossen hatten. Der Löwenanteil der Summe wird dabei nach Aussage von GlaxoSmithKline zur Beilegung der Vorwürfe in Zusammenhang mit den umstrittenen Vertriebspraktiken für das Diabetes-Medikamentt Avandia verwendet. Bereits im Juli 2010 hatte der Pharmakonzern durch die Beilegung von Schadenersatzklagen in Zusammenhang mit dem Diabetes-Präparat Einmalbelastungen ausweisen müssen. Die Aktie von GlaxoSmithKline schloss in London mit einem Plus von 1,7 Prozent.

    Im französischen CAC40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) schossen Crédit Agricole (Paris: FR0000045072 - Nachrichten) um 6,9 Prozent in die Höhe. BNP Paribas (Other OTC: BNPQF.PK - Nachrichten) und Société Générale (Paris: FR0000130809 - Nachrichten) legten auf den folgenden Plätzen um 4,3 Prozent bzw. 2,9 Prozent zu. Anteile von EADS (Other OTC: EADSF.PK - Nachrichten) (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) kletterten derweil um 2,0 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab heute bekannt, dass THAI Smile, die neue regionale Light-Premium Tochtergesellschaft von Thai Airways International (THAI), am 28. Juni ihr erstes Flugzeug - eine A320 - entgegengenommen hat. Den Angaben zufolge ist das Flugzeug das erste von elf A320, die bis Mitte 2015 ausgeliefert werden sollen. Aktien von Bouygues (Hamburg: BYG.HM - Nachrichten) (ISIN FR0000120503/ WKN 858821) schlossen mit 1,1 Prozent im Plus. Der Bau- und Infrastrukturkonzern hat einen weiteren Großauftrag erhalten. Das Gesamtvolumen des Auftrags wurde auf rund 232 Mio. Euro beziffert. Am Indexende fielen Peugeot S.A. (PSA Peugeot Citroën) (ISIN FR0000121501/ WKN 852363) um 3,9 Prozent zurück. Der französische Automobilkonzern teilte am Montag mit, dass er im Rahmen der globalen Allianz mit der General Motors Co. (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) ein Logistikabkommen mit dem US-Wettbewerber geschlossen hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, sieht die langfristige, exklusive Vereinbarung vor, den größten Teil des GM (NYSE: GM - Nachrichten) -Logistikgeschäfts in Europa an Gefco, eine vollständige Tochter von PSA Peugeot Citroen, zu transferieren. Die Vereinbarung betrifft demnach die meisten der Opel/Vauxhall, Chevrolet und Cadillac Logistikaktivitäten in Europa (inklusive Russland) und beinhaltet Services wie Teile- und Komponentenlieferungen an Produktionswerke, die Auslieferung fertiger Fahrzeuge an Händler sowie den Transport (Euronext: IXSTP.NX - Nachrichten) von Ersatzteilen an Vertriebszentren. Den Angaben zufolge zielt das jüngste Abkommen darauf ab, die operative Effizienz zu verbessern und Kosten einzusparen.

    Im Schweizer SMI legten UBS (NYSEArca: DJCI - Nachrichten) an der Indexspitze um 1,4 Prozent zu. Auf den folgenden Plätzen ging es für ABB (BSE: ABB.BO - Nachrichten) und Richemont (Berlin: RITB.BE - Nachrichten) um jeweils 1,2 Prozent nach oben. Auch SGS konnten auf den vorderen Plätzen 1,0 Prozent hinzugewinnen. Auf dem letzten Platz schlossen Syngenta (Other OTC: SYENF.PK - Nachrichten) mit 1,1 Prozent im Minus.

    Dow Jones EURO STOXX 50: 2.292,08 (+1,21 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.419,42 (+1,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.640,64 (+1,25 Prozent) CAC40 (Paris): 3.240,20 (+1,36 Prozent) MIB (Mailand): 14.308,79 (+0,24 Prozent) IBEX 35 (Madrid: IBEX.MC - Nachrichten) (Madrid): 7.142,00 (+0,31 Prozent) SMI (EUREX: OSMI.EX - Nachrichten) (Zürich): 6.109,41 (+0,70 Prozent) ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) (Wien): 2.013,72 (+1,94 Prozent) (02.07.2012/ac/n/m)

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