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    Börsen in Europa-Schluss: Indizes schließen einheitlich im Plus

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    Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte konnten sich aus dem Mittwochshandel mit grünen Vorzeichen verabschieden. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann abschließend 1,51 Prozent auf 2.284,70 Punkte hinzu. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) ging mit einem Zugewinn von 1,12 Prozent auf 2.462,19 Zähler aus dem Handel. Auch die europäischen Länderbörsen notieren im Plus.

    Nach Schätzungen der EU-Statistikbehörde Eurostat hat die saisonbereinigte Produktion im europäischen Baugewerbe im Mai zugenommen. Auf Monatssicht stieg der Output der Baubranche im Euroraum (ER17) um 0,1 Prozent, während er in der EU27 um 1,6 Prozent zunahm. Im April war die Produktion hingegen um 3,7 bzw. um 6,9 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahresmonat nahm die Produktion in der Eurozone um 8,4 Prozent und in der EU27 um 6,9 Prozent ab. Zuvor waren im April Rückgänge von 6,3 bzw. 5,8 Prozent ermittelt worden. Daneben erklärte die italienische Notenbank, dass sich das Defizit in der italienischen Leistungsbilanz im Mai deutlich verkleinert hat. So verringerte sich der Passivsaldo auf 1,20 Mrd. Euro, nach einem Minus von 5,46 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Zudem hat sich der Anstieg der portugiesischen Erzeugerpreise im Juni 2012 mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. Dies gab die nationale Statistikbehörde am Mittwoch bekannt. So sank die Jahresteuerungsrate auf 2,7 Prozent. Im Mai war ein stärkeres Plus von 3,2 Prozent ermittelt worden. Auf Monatssicht fielen die Erzeugerpreise um 0,7 Prozent, nach einem Rückgang um 0,5 Prozent im Mai.

    Angaben von National Statistics zufolge hat sich die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien im Mai verbessert. In den drei Monaten von März bis Mai schrumpfte die Zahl der Arbeitslosen auf 2,58 Millionen, das sind 65.000 weniger als in den drei Monaten zum Februar 2012. Ferner fiel die ILO-Arbeitslosenquote für den Zeitraum März bis Mai auf 8,1 Prozent, nachdem sie in den drei Monaten zum Februar bei 8,3 Prozent gelegen hatte. Aktien von BHP Billiton (Hamburg: BHP1.HM - Nachrichten) (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) gewannen heute abschließend 2,0 Prozent hinzu. Der Minenbetreiber hat seine Eisenerzproduktion im abgelaufenen Geschäftsjahr dank einer starken Nachfrage aus China um 19 Prozent gesteigert. Die Kupfer-, Gold- und Silberproduktion war allerdings rückläufig. Für das laufende Geschäftsjahr 2013 geht der Konzern davon aus, die Eisenerzproduktion in Westaustralien um rund 5 Prozent gegenüber 2012 zu steigern. Tullow Oil (Stuttgart: 591219 - Nachrichten) (ISIN GB0001500809/ WKN 591219) ist derweil bei einer Explorationsbohrung in Ghana erneut fündig geworden. So wurde im Rahmen einer Offshore-Bohrung in der Deepwater Tano-Lizenz in mehr als 3.300 Metern Tiefe zwei Vorkommen mit Gaskondensat und Öl entdeckt. Die Aktie des Ölkonzerns legte in der Folge 3,3 Prozent zu. Papiere der London Stock Exchange (London: LSE.L - Nachrichten) (ISIN GB00B0SWJX34/ WKN A0JEJF) verschlechtern sich derweil um 1,1 Prozent. Der Börsenbetreiber konnte im ersten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten. Stärkster Wert im britischen Leitindex FTSE 100 waren zu Handelsende Papiere von Hargreaves Lansdown mit einem Aufschlag von 4,2 Prozent. Die rote Laterne ging indes an Reed Elsevier (Frankfurt: A0M95J - Nachrichten) mit einem Minus von 1,6 Prozent.

    Die Konjunkturerwartungen für die Schweiz haben sich im Juli geringfügig verbessert. Dies geht aus dem Finanzmarkttest hervor, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Credit Suisse (NYSEArca: CSMA - Nachrichten) erhebt. Der ZEW-CS-Indikator stieg gegenüber dem Vormonat um 0,9 auf -42,5 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Schweiz verschlechtert sich leicht um 1,3 Punkte. Der entsprechende Indikator erreicht damit ein Niveau von 18,4 Punkten. Im Mittelpunkt des Interesses stand heute die Aktie der Credit Suisse (ISIN CH0012138530/ WKN 876800). Die Großbank hatte erklärt, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal leicht gestiegen ist. Zudem hat sie Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz sowie zur Stärkung der Kapitalbasis im Hinblick auf die regulatorischen Anforderungen unter Basel 3 bekannt gegeben. Dabei werden einige Sofortmaßnahmen das Kapital um 8,7 Mrd. CHF erhöhen. Zusätzliche Maßnahmen werden bis Ende 2012 das Kapital um weitere 6,6 Mrd. CHF ansteigen lassen. Darüber hinaus erhöht die Credit Suisse ihr für Ende 2013 gesetztes Ziel zur Kostenreduzierung von bisher 2,0 Mrd. CHF auf nun insgesamt 3,0 Mrd. CHF. Das Papier nahm heute die Spitzenposition im SMI (Berlin: EA2B.BE - Nachrichten) ein und gewann 4,5 Prozent an Wert. Schlusslicht waren Anteilsscheine von ABB (BSE: ABB.BO - Nachrichten) mit einem Abschlag von 1,2 Prozent.

    In Frankreich ging es heute für Peugeot (Hamburg: PEU.HM - Nachrichten) (ISIN FR0000121501/ WKN 852363) fast 4 Prozent nach oben. Einem Pressebericht zufolge wird der Automobilkonzern die Details seines zuletzt angekündigten Restrukturierungsprogramms im Rahmen der Bekanntgabe der Geschäftszahlen am 25. Juli 2012 veröffentlichen. Auf Platz eins im französischen Leitindex CAC 40 notierten abschließend Papiere von STMicroelectronics (EUREX: SGMF.EX - Nachrichten) mit einem Plus von 7,2 Prozent. Aktien von Alcatel (Paris: FR0000130007 - Nachrichten) -Lucent gingen mit einem Minus von 0,8 Prozent aus dem Handel und markierten damit das Indexende.

    Für eine schlechte Nachricht sorgte Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001). Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen musste im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch verkraften. Zurückzuführen war dies auf geringere Ausgaben seitens der Mobilfunkbetreiber und eine schwächere Nachfrage in China und Russland. Die Erwartungen wurden damit klar verfehlt. Der Umsatz konnte allerdings leicht verbessert werden und übertraf die Schätzungen der Analysten. Bei ST-Ericsson (Stockholm: ERIC-B.ST - Nachrichten) , dem Joint Venture zwischen Ericsson und der schweizerischen STMicroelectronics (ISIN NL0000226223/ WKN 893438), wurde im zweiten Quartal ein klarer Verlust verbucht. Die Ericsson-Aktie schloss 1,3 Prozent schwächer.

    Papiere von ASML Holding (ISIN NL0006034001/ WKN A0M190) verbesserten sich indes um 6,8 Prozent. Der weltgrößte Hersteller von Lithographiesystemen hat im zweiten Quartal angesichts einer schwächeren Nachfrage einen Gewinnrückgang verbucht. Jedoch geht man für das zweite Halbjahr von einer stabilen Umsatzentwicklung aus.

    Der Düngemittelhersteller Yara International (ISIN NO0010208051/ WKN A0BL7F) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal steigern konnte. Der Umsatz wurde ebenfalls deutlich erhöht. Profitieren konnte der Konzern vor allem von höheren Absatzmengen im Düngemittelsegment sowie von teilweise deutlich verbesserten Margen in einigen Produktbereichen. Der Titel gewann abschließend 1,7 Prozent an Wert.

    Dow Jones EURO STOXX 50: 2.284,70 (+1,51 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.462,19 (+1,12 Prozent) FTSE 100 (Euronext: VFTSE.NX - Nachrichten) (London): 5.685,77 (+1,01 Prozent) CAC40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) (Paris): 3.235,40 (+1,84 Prozent) MIB (Mailand): 13.594,39 (+0,43 Prozent) SMI (EUREX: OSMI.EX - Nachrichten) (Zürich): 6.265,50 (+1,02 Prozent) ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) (Wien): 1.985,45 (+0,89 Prozent) (18.07.2012/ac/n/m)

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