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    Börsen in Europa-Schluss: Behaupteter Handel, Euro-Krise bleibt im Fokus

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    Paris (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Börsen haben am Mittwoch trotz zwischenzeitlicher Abschläge am Ende leicht im Plus geschlossen. Allerdings bleibt angesichts der weiter schwelenden Euro-Schuldenkrise die Nervosität der Anleger hoch. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann am Ende 0,01 Prozent auf 2.143,50 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) stieg um 0,07 Prozent auf 2.310,04 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notierten uneinheitlich.

    Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im April 2012 gegenüber dem Vormonat verringert. Dies gab die EU-Statistikbehörde Eurostat heute bekannt. Auf Monatssicht sank die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,8 Prozent, während sie im März um 0,1 Prozent gefallen war. Im Vorjahresvergleich ging die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 2,3 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,5 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) schrumpfte die Erzeugung um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem Rückgang um 0,2 Prozent im März. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 1,7 Prozent ab, während er im März um 1,4 Prozent nachgegeben hatte.

    Im britischen FTSE 100 (Euronext: VFTSE.NX - Nachrichten) zogen Aktien von Fresnillo (Frankfurt: A0MVZE - Nachrichten) auf dem ersten Platz um 4,1 Prozent an. Dahinter folgten ICAP (London: IAP.L - Nachrichten) und Randgold mit Zugewinnen von über 2 Prozent. Anteile von J. Sainsbury (Xetra: A0B6G0 - Nachrichten) (ISIN GB00B019KW72/ WKN A0B6G0) fielen indes um 2,6 Prozent zurück, nachdem die drittgrößte britische Supermarktkette meldete, dass sich ihr Umsatzwachstum im ersten Quartal verlangsamt hat. Demnach stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin in den 12 Wochen zum 9. Juni 2012 um 1,4 Prozent. Im vierten Quartal war hier noch ein Plus von 2,6 Prozent verzeichnet worden. Den letzten Platz im Index nahmen Aktien von Xstrata (Düsseldorf: XTR.DU - Nachrichten) mit einem Abschlag von 5,2 Prozent ein. Der britische Werbe- und Marketingkonzern WPP (ISIN JE00B3DMTY01 / WKN A0RA7Y) hat derweil seine Marktposition in Indien mit einer Akquisition verstärkt. Wie der Konzern am Mittwoch bekannt gab, hat er über die Konzerntochter JWT Singapore eine Mehrheitsbeteiligung an der indischen Hungama Digital Services Private Ltd. erworben. Bei dem in Mumbai ansässigen Unternehmen handelt es sich um einen Spezialisten im Bereich Digital-Marketing und Internet-Werbung mit rund 110 Mitarbeitern. Die Aktie verlor 2 Prozent.

    Aktien von Crédit Agricole (Paris: FR0000045072 - Nachrichten) kletterten an der Spitze des französischen CAC 40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) um 3,5 Prozent nach oben. Lafarge (Paris: FR0000120537 - Nachrichten) und Pernod Ricard (Düsseldorf: 508063.DU - Nachrichten) folgten mit Aufschlägen von jeweils rund 0,7 Prozent. Am unteren Ende des Index mussten derweil Schneider Electric (Hannover: 509120.HA - Nachrichten) und Alstom (TLO: ALSO.TI - Nachrichten) 5 Prozent abgeben. Die Statistikbehörde INSEE teilte unterdessen mit, dass die französischen Verbraucherpreise im Mai 2012 mit abgebremstem Tempo angestiegen sind. So verringerte sich die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,0 Prozent, nach 2,1 Prozent im Vormonat. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag um 2,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat sank der HVPI um 0,1 Prozent.

    Aktien von Inditex (ISIN ES0148396015/ WKN 756434) schossen um 11,6 Prozent in die Höhe und belegten damit den ersten Platz im spanischen IBEX 35 (Madrid: IBEX.MC - Nachrichten) . Der größte Bekleidungshändler in Europa meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal 2012 um 30 Prozent gestiegen ist, was vor allem mit neuen Filialen in Asien zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde eine umfassende Expansion auf dem Heimatmarkt angekündigt. Wie die nationale Statistikbehörde INE in Madrid heute meldete, hat sich der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise im Mai 2012 mit vermindertem Tempo fortgesetzt. So reduzierte sich die jährliche Inflationsrate auf 1,9 Prozent, nachdem sie im April noch bei 2,1 Prozent gestanden hatte. Der für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Verbraucherpreis-Index (HVPI) wies nur noch eine Jahresteuerung von 1,9 Prozent aus und erreichte damit das Inflationsziel der EZB von unter, aber nahe 2,0 Prozent. Im April hatte der HVPI um 2,0 Prozent zugelegt.

    Im Schweizer SMI nahmen Anteile von Novartis mit einem Plus von 1,1 Prozent die Spitzenposition ein. Zugewinne von knapp 1 Prozent konnten dahinter Roche vorweisen. Die Liste der Verlierer wurde derweil von ABB (-1,7 Prozent) und Adecco (VTX: ADEN.VX - Nachrichten) (-1,3 Prozent) angeführt.

    Dow Jones EURO STOXX 50: 2.143,50 (+0,01 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.310,04 (+0,07 Prozent) FTSE 100 (London): 5.483,81 (+0,18 Prozent) CAC40 (Paris): 3.030,04 (-0,55 Prozent) MIB (Mailand): 12.894,80 (-0,65 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.615,30 (+1,42 Prozent) SMI (EUREX: OSMI.EX - Nachrichten) (Zürich): 5.944,69 (+0,42 Prozent) ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) (Wien): 1.884,00 (+0,14 Prozent) (13.06.2012/ac/n/m)

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