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    Börsen in Europa am Morgen: Weitere Verluste, Zahlenausweise im Blick

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    Paris (www.aktiencheck.de) - Nachdem es gestern an den wichtigsten europäischen Börsen zum Start in die neue Handelswoche steil nach unten ging, sind auch im frühen Dienstaghandel vor dem Hintergrund neuer negativer Nachrichten im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise keine Erholungstendenzen auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,25 Prozent auf 2.173,80 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,12 Prozent nach auf 2.389,38 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.

    Die amerikanische Ratingagentur Moody`s gab am späten Montag bekannt, dass sie den Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg gesenkt hat, während das Rating und der Ausblick für Finnland bestätigt wurden. So wurde der Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg von "stabil" auf "negativ" nach unten korrigiert. Bei der Kreditwürdigkeit sind die drei Länder noch mit der Bestnote "Aaa" bewertet. Als Gründe für den schlechteren Ausblick nannte die Ratingagentur einerseits die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich des Ausgangs der Euro-Schuldenkrise und die steigenden Risiken, die sich aus dem immer wahrscheinlicher werdenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone ergeben. Dabei wurde insbesondere auf die Auswirkungen auf die Euro-Mitgliedsstaaten Spanien und Italien verwiesen. Darüber hinaus könnten, selbst wenn ein solches Szenario nicht eintritt, weitere Hilfen für andere Euro-Staaten nötig sein (wiederum vor allem Spanien und Italien), die wiederum größtenteils von Staaten mit einer sehr guten Bonität zu stemmen wären.

    Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im Juni nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE mit abgebremstem Tempo erhöht. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 2,5 Prozent, nachdem sie im Mai noch bei 3,2 Prozent gelegen hatte. Binnen Monatsfrist sanken die Preise auf Produzentenebene um 0,5 Prozent, gegenüber einem Preisrückgang um 0,2 Prozent im Mai.

    Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Juli nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 87 Punkte. Für den Vormonat war noch ein Indexstand von 89 Punkten ermittelt worden. Im Leitindex CAC 40 rücken Publicis (Paris: FR0000130577 - Nachrichten) an der Indexspitze um 2 Prozent vor. Auf dem letzten Platz geben gleichzeitig STMicroelectronics (EUREX: SGMF.EX - Nachrichten) um 4,3 Prozent nach. BNP Paribas (Other OTC: BNPQF.PK - Nachrichten) und EDF (Paris: FR0010242511 - Nachrichten) haben ebenfalls Verluste von mehr als 2 Prozent zu verdauen.

    In Großbritannien geht es für Imperial Tobacco (London: IMT.L - Nachrichten) (ISIN GB0004544929/ WKN 903000) um 0,8 Prozent nach unten. Der Tabakkonzern konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzanstieg vorweisen. Der Zigarettenabsatz verringerte sich hingegen angesichts der rückläufigen Nachfrage in einigen Kernmärkten. Vorne rücken im FTSE 100 CRODA um 1,9 Prozent vor, während Kingfisher (Euronext: KFR.NX - Nachrichten) am Ende um 2,1 Prozent nachgeben.

    KPN (ISIN NL0000009082/ WKN 890963) verlieren 1,1 Prozent an Wert. Die Telefongesellschaft verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf schwierige Marktbedingungen auf dem Heimatmarkt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Der Gesamtumsatz war ebenfalls leicht rückläufig. Zudem wurde die Dividendenplanung gesenkt. Indes wurde der bisherige Ausblick für das EBITDA, die Investitionen sowie den Free Cash-Flow in 2012 bestätigt. TomTom (Euronext: TOM2.NX - Nachrichten) (ISIN NL0000387058/ WKN A0ET88) schießen daneben um mehr als 10 Prozent nach oben. Der Navigationsgerätehersteller musste im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang ausweisen, konnte jedoch in die Gewinnzone zurückkehren. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Prognose bestätigt.

    Norsk Hydro (Stockholm: NHYO.ST - Nachrichten) (ISIN NO0005052605/ WKN 851908) verteuern sich um 1,6 Prozent. Der Öl- und Aluminiumkonzern hat im zweiten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was auf hohe Sonderbelastungen, negative Währungseffekte sowie niedrige Aluminiumpreise zurückzuführen ist.

    Volvo (ISIN SE0000115446/ WKN 855689) fahren schließlich mit einem Abschlag von 1,1 Prozent hinterher. Der Lkw-Hersteller musste im zweiten Quartal angesichts rückläufiger Absätze bei Nutzfahrzeugen einen Gewinnrückgang ausweisen. Im Bereich Finanzdienstleistungen konnte der operative Gewinn jedoch gesteigert werden. Für das laufende Fiskaljahr geht Volvo (Düsseldorf: 613304.DU - Nachrichten) bei Nutzfahrzeugen von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld in Europa aus. In Nordamerika erwartet man jedoch eine steigende Nutzfahrzeugnachfrage.

    Dow Jones EURO STOXX 50: 2.173,80 (-0,25 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.389,38 (-0,12 Prozent) FTSE 100 (Euronext: VFTSE.NX - Nachrichten) (London): 5.534,98 (+0,02 Prozent) CAC40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) (Paris): 3.099,92 (-0,05 Prozent) MIB (Mailand): 12.649,14 (-0,45 Prozent) SMI (EUREX: OSMI.EX - Nachrichten) (Zürich): 6.182,22 (+0,03 Prozent) ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) (Wien): 1.888,77 (-0,51 Prozent) (24.07.2012/ac/n/m)

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