WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Börsen in Europa am Mittag: Stimmung bleibt gedämpft, France Télécom fester

    AKTUELLER KURS

    SymbolKursVeränderung
    HNK1.DE+0,00
    EDF.PA18,13-0,22
    SVT1.SG21,1050,45
    DGEAF29,19-0,28

    Paris (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung an den europäischen Börsen bleibt auch zur Mittagszeit gedämpft. Schwache Konjunkturdaten aus Europa und das Rating-Downgrade von Spanien durch die Ratingagentur Fitch lasten auf dem Sentiment. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert aktuell 0,60 Prozent auf 2.130,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,75 Prozent nach auf 2.268,57 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Minus.

    Die Wall Street dürfte heute schwächer in den Handel gehen. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,60 Prozent. Der NASDAQ-Future (Other OTC: FRNWF.PK - Nachrichten) gibt um 0,13 Prozent nach, während der S&P-Future um 0,07 Prozent zurückfällt. Aus den USA werden heute die Handelsbilanz sowie die Lagerbestände und Umsätze im Großhandel gemeldet.

    Die Leistungsbilanz der EU27 hat das erste Quartal 2012 mit einem kleineren Passivsaldo abgeschlossen. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde vom Freitag betrug das Defizit 8,8 Mrd. Euro, nach einem Passivsaldo von 31,3 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Ferner stieg der Aktivsaldo bei den Dienstleistungen von 20,4 Mrd. Euro im entsprechenden Quartal 2011 auf nun 25,2 Mrd. Euro. Beim Warenhandel sank das Defizit auf 28,6 Mrd. Euro, nach einem Minus von 47,3 Mrd. Euro im ersten Quartal 2011.

    Die US-Ratingagentur Fitch hat am Donnerstagabend die Bonitätsnote des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds Spanien herabgestuft. So wurde das Kreditrating Spaniens von "A" um drei Stufen auf "BBB" gesenkt. Der Ausblick wurde mit "negativ" angegeben. Zur Begründung verwies die Ratingagentur unter anderem auf die schwierige Situation der spanischen Großbanken. Nach Einschätzung von Fitch dürfte der spanische Bankensektor Mittel in Höhe von 60 bis 100 Mrd. Euro zur notwendigen Restrukturierung benötigen. Zuvor war Fitch hier von einem deutlich geringeren Betrag ausgegangen. Daneben wurde auch auf die hohe Staatsverschuldung und die eingetrübten Perspektiven der spanischen Volkswirtschaft verwiesen.

    Anteile der France Télécom (Paris: FR0000133308 - Nachrichten) legen aktuell als Spitzenreiter im französischen CAC40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) um 2,7 Prozent zu. EDF (Paris: FR0010242511 - Nachrichten) und Veolia Environnement behaupten sich mit Zugewinnen von 2,5 Prozent bzw. 2,4 Prozent ebenfalls auf den vorderen Plätzen. Peugeot (Hamburg: PEU.HM - Nachrichten) und Safran (Düsseldorf: 829036.DU - Nachrichten) geben am Indexende um 2,6 Prozent bzw. 3,1 Prozent ab. Wie heute bekannt gegeben wurde, hat sich das französische Handelsbilanzdefizit im April 2012 vergrößert. So erhöhte sich das Defizit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 5,8 Mrd. Euro. Für März war lediglich ein Passivsaldo von 5,57 Mrd. Euro ermittelt worden. Das Geschäftsklima im französischen Industrie- und Service-Sektor hat sich unterdessen im Mai 2012 verschlechtert. Laut der Banque de France (BdF) verringerte sich der entsprechende Stimmungsindex auf 93 Punkte. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 94 Punkten ausgewiesen worden. Ferner senkten die Währungshüter ihren wirtschaftlichen Ausblick und gehen inzwischen nur noch davon aus, dass die französische Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,1 Prozent schrumpft, wogegen bisher ein stabiles BIP erwartet worden war.

    Im britischen FTSE 100 (Euronext: VFTSE.NX - Nachrichten) bewegen sich aktuell Capita mit einem Plus von 1,9 Prozent auf dem ersten Platz. Severn Trent (Stuttgart: A0LBHG - Nachrichten) und Diageo (Other OTC: DGEAF.PK - Nachrichten) legen auf den folgenden Plätzen um 1,8 Prozent und 1,2 Prozent zu. Nach wie vor trennen sich Anleger vornehmlich von Rohstofftiteln. So verlieren BHP Billiton (Hamburg: BHP1.HM - Nachrichten) und Eurasian Natural Resources über 3 Prozent an Wert. Auf den letzten beiden Plätzen fallen Rio Tinto (Berlin: CRA1.BE - Nachrichten) und Vedanta Resources (EUREX: VR9F.EX - Nachrichten) um 4,2 Prozent bzw. 4,6 Prozent zurück.

    Im Schweizer SMI liegen weiterhin Anteile von Novartis mit einem Plus von 0,5 Prozent an der Spitze. Swisscom (Other OTC: SWZCF.PK - Nachrichten) gewinnen auf dem zweiten Platz 0,4 Prozent hinzu. Finanztitel finden sich derweil auf den hinteren Rängen wieder. So müssen UBS (NYSEArca: DJCI - Nachrichten) und Julius Bär Abschläge zwischen 1,3 Prozent und 1,9 Prozent hinnehmen. Für Anteile der Credit Suisse (NYSEArca: CSMA - Nachrichten) geht es auf dem letzten Platz um 2,2 Prozent nach unten. Im breiten Markt geben Aktien von Logitech (ISIN CH0025751329/ WKN A0J3YT) um 1,4 Prozent ab. Der Hardware-Hersteller geht in Zusammenhang mit den zuletzt angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen von Einmalbelastungen in zweistelliger Millionenhöhe aus.

    Für Aktien von Heineken (EUREX: HNKF.EX - Nachrichten) (ISIN NL0000009165/ WKN A0CA0G) geht es im niederländischen AEX (Amsterdam: FTI.AS - Nachrichten) derzeit um moderate 0,1 Prozent nach oben. Der Bierkonzern kündigte heute einen weiteren Zukauf an. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des belgischen Apfelweinherstellers Stassen S.A. geschlossen. Durch die Übernahme baut Heineken seine Marktposition in dieser Produktkategorie in Kontinentaleuropa weiter aus. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Spitzenreiter im Index sind aktuell KPN (Amsterdam: KPN.AS - Nachrichten) mit einem Zugewinn von 0,6 Prozent, während ArcelorMittal (Other OTC: ARCXF.PK - Nachrichten) als Schlusslicht 2,6 Prozent verlieren.

    Dow Jones EURO STOXX 50: 2.130,20 (-0,60 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.268,57 (-0,75 Prozent) FTSE 100 (London): 5.400,05 (-0,88 Prozent) CAC40 (Paris): 3.041,86 (-0,95 Prozent) MIB (Mailand): 13.390,09 (-1,15 Prozent) IBEX 35 (Madrid: IBEX.MC - Nachrichten) (Madrid): 6.490,20 (+0,62 Prozent) SMI (EUREX: OSMI.EX - Nachrichten) (Zürich): 5.848,45 (-0,35 Prozent) ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) (Wien): 1.900,06 (+0,11 Prozent) (08.06.2012/ac/n/m)

    Meistgelesene Artikel