Paris (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Leitbörsen präsentieren sich nach einem uneinheitlichen Start zur Mittagszeit deutlich freundlicher. Dabei profitiert die Stimmung am Markt von dem Vorhaben der Europäischen Union, im Kampf gegen Schuldenkrise und Rezession auf mehr Impulse für Wirtschaftswachstum zu setzen. Griechenland soll nach dem Willen der EU-Staats- und Regierungschefs in der Eurozone bleiben - müsse jedoch zu seinen Verpflichtungen stehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 1,26 Prozent hinzu auf 2.160,94 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) klettert um 1,32 Prozent nach oben auf 2.281,44 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Plus.
Die Wall Street dürfte heute freundlicher in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,38 Prozent. Der NASDAQ-Future (Other OTC: FRNWF.PK - Nachrichten) zieht momentan um 0,10 Prozent an, während der S&P-Future um 0,05 Prozent nach oben klettert. Aus den USA werden heute die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.
In Großbritannien stehen im FTSE 100 (Euronext: VFTSE.NX - Nachrichten) weiterhin Anteilsscheine von Randgold mit einem Plus von 6,2 Prozent mit Abstand an der Spitze. Dahinter legen Vedanta Resources (EUREX: VR9F.EX - Nachrichten) (+2,8 Prozent) und Prudential (London: PRU.L - Nachrichten) (+2,7 Prozent) zu. Im Mittelfeld tendieren SABMiller (ISIN GB0004835483/ WKN 861038) 0,5 Prozent fester. Der Bierkonzern gab heute bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gestiegen ist, nachdem ein starkes Wachstum in den Regionen Afrika und Lateinamerika eine schwächere Nachfrage in Europa überkompensieren konnte. Zudem profitierte man von einem günstigen Produktmix und einer erfolgreichen Preispolitik. Am Ende des britischen Leitindex büßen XStrata (Düsseldorf: XTR.DU - Nachrichten) zurzeit 1,3 Prozent ein.
Im breiten Markt gewinnen Thomas Cook (ISIN GB00B1VYCH82/ WKN A0MR3W) 8,6 Prozent hinzu. Der angeschlagene Reisekonzern meldete heute, dass Harriet Green, derzeit Chefin von Premier Farrell (ISIN GB0003318416/ WKN 863981), die Nachfolge von Sam Weihagen als Group CEO antreten wird. Daneben gab National Statistics in seiner zweiten Schätzung bekannt, dass das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2012 erneut geschrumpft ist. Gegenüber dem Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung um revidiert 0,3 (vorläufig: 0,2) Prozent. Im vierten Quartal war das BIP ebenfalls um 0,3 Prozent geschrumpft.
In Frankreich befindet sich aktuell Titel von GDF Suez (Euronext: GSZ.NX - Nachrichten) mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent ganz oben im CAC 40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) . Ebenfalls gefragt sind Papiere von ArcelorMittal (Other OTC: ARCXF.PK - Nachrichten) und EDF (Paris: FR0010242511 - Nachrichten) , die beide mehr als 2 Prozent anziehen können. Auf dem Verkaufszettel der Anleger stehen am Morgen Michelin (-0,5 Prozent) und Peugeot (Hamburg: PEU.HM - Nachrichten) (-0,6 Prozent). Schlusslicht ist LVMH mit einem Abschlag von 1,2 Prozent. Wie die nationale Statistikbehörde INSEE mitteilte, hat sich das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2012 verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 93 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von 94 Punkten gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Indexstand von 95 Punkten ermittelt worden.
Im Schweizer SMI liegen Aktien von Transocean (NYSE: RIG - Nachrichten) mit einem Plus von 3,4 Prozent an der Spitze. Auf den folgenden Plätzen legen Credit Suisse (NYSEArca: CSMA - Nachrichten) und Julius Bär um 2,6 Prozent bzw. 2,4 Prozent zu. Auch Anteile der UBS (NYSEArca: DJCI - Nachrichten) ziehen um über 2 Prozent an. Am Indexende verlieren derweil Swatch Group 2,0 Prozent an Wert. Wie die Eidgenössische Zollverwaltung heute bekannt gab, hat sich der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz im April 2012 verkleinert. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 1,33 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit kleiner aus wie im Vormonat mit 1,58 Mrd. CHF.
Die österreichische Sanochemia Pharmazeutika (ISIN AT0000776307/ WKN 919963) konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 (1. Oktober 2011 bis 31. März 2012) infolge schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Der operative Ergebnisrückgang ist u.a. auf markante Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen zurückzuführen. Das Unternehmen geht indes davon aus, dass das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 aufgrund der bestehenden Aufträge und den langfristigen Kooperations- und Vertriebsverträgen umsatz- und ertragsstärker sein wird als das erste Halbjahr. Die Aktie gewinnt in Wien zurzeit 1,7 Prozent hinzu. Die Aktie der Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) zieht derweil um 1,3 Prozent an, nachdem der Konzern im ersten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten könnte.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.160,94 (+1,26 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.281,44 (+1,32 Prozent) FTSE 100 (London): 5.348,11 (+1,55 Prozent) CAC40 (Paris): 3.041,45 (+1,27 Prozent) MIB (Mailand): 13.017,93 (+0,44 Prozent) IBEX 35 (Madrid: IBEX.MC - Nachrichten) (Madrid): 6.534,80 (+1,46 Prozent) SMI (EUREX: OSMI.EX - Nachrichten) (Zürich): 5.855,85 (+0,65 Prozent) ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) (Wien): 1.936,04 (+0,83 Prozent) (24.05.2012/ac/n/m)

