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    Börse Frankfurt am Morgen: Gewinne, BMW fahren nach Zahlen hinterher

    AKTUELLER KURS

    SymbolKursVeränderung
    FME.DE53,04-0,16
    HEN.DE62,810,34
    FRE.DE94,700,88
    BMW.DE69,80-0,07
    DUE.DE48,75-0,19

    Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren im frühen Mittwochhandel moderat im Plus. Die Stimmung am Markt ist im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Notenbankentscheidungen in Europa und den USA positiv. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verbessert sich aktuell um 0,20 Prozent auf 6.786,11 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,12 Prozent auf 10.839,71 Stellen zulegt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,02 Prozent auf 4.914,80 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) notiert mit 0,10 Prozent im Plus bei 778,43 Punkten. Der Bund-Future verliert 0,37 Prozent auf 144,03 Punkte, während sich der Euro um 0,22 Prozent auf 1,2320 US-Dollar verteuert.

    Die US-Leitindizes mussten am Dienstag im Minus aus dem Handel gehen. Neben diversen Konjunkturdaten richtete sich der Fokus der Investoren dabei auf eine Vielzahl von Zahlenausweisen von Unternehmen. Im Vorfeld der Fed-Entscheidung bezüglich Leitzinsen und der weiteren Geldpolitik waren viele Anleger aber auf der Verkäuferseite aktiv. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 0,49 Prozent auf 13.008,68 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) präsentiert sich mit einem Minus von 0,21 Prozent bei 2.939,52 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) einen Abschlag von 0,43 Prozent auf 1.379,32 Punkte zeigte.

    BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) fahren mit einem Abschlag von 3,3 Prozent als schwächster Wert im DAX hinterher. Der Automobilhersteller konnte im zweiten Quartal erneut mit einem Anstieg bei Umsatz und Absatz aufwarten, musste jedoch einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Als wesentliche Ursachen für den Rückgang beim Konzernergebnis wurden höhere Personalkosten, gestiegene Entwicklungskosten und weitere Aufwendungen für Zukunftstechnologien, eine erhöhte Wettbewerbsintensität sowie die hohe Vergleichsbasis des Vorjahres genannt. Im Vorjahrsquartal fiel außerdem ein positiver Sondereffekt in Höhe von 464 Mio. Euro in Folge verringerter Restwert- und Kreditausfallrisiken an. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr sowie der jungen und attraktiven Fahrzeugpalette hält die BMW Group an ihren Zielen für das Gesamtjahr fest. Negativ aufgenommen wurde daneben der Zahlenausweis von Henkel (ISIN DE0006048432/ WKN 604843). Die Titel verbilligen sich um 0,7 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat bei Umsatz und Ergebnis einen kräftigen Anstieg erzielt. Zu dieser positiven Entwicklung trugen alle Unternehmensbereiche bei. Zudem wurden der Ausblick für 2012 bekräftigt und die Erwartungen für das EPS-Wachstum angehoben.

    Weiter auf Wachstumskurs befindet sich der Gesundheitskonzern Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560). So hat man Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2012 verbessert. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt Fresenius den im Juni erhöhten Konzernausblick und erwartet einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 12 und 14 Prozent. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigen. Das Papier notiert mit 0,6 Prozent im Plus. Fresenius Medical Care (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) geben daneben um 0,7 Prozent nach. Der Dialysespezialist konnte im zweiten Quartal 2012 erneut Umsatz und Ertrag deutlich anheben. Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt man den Umsatz- und Ergebnisausblick. Der Konzern erwartet demnach einen Umsatz von rund 14 Mrd. US-Dollar. Das Konzernergebnis soll auf rund 1,3 Mrd. US-Dollar steigen und das auf die FMC-Anteilseigner entfallende bereinigte Konzernergebnis soll auf rund 1,14 Mrd. US-Dollar zulegen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel im DAX finden sich die Papiere von Bayer mit einem Zugewinn von 2 Prozent wieder. Daneben könnten sich auch K+S und Siemens um mehr als 1 Prozent verbessern.

    Im MDAX rücken Dürr (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) um 1,1 Prozent vor. Der Maschinen- und Anlagenbauer hat im zweiten Quartal bei Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis weiter zugelegt. Dabei hat man neben der regen Nachfrage aus den Wachstumsmärkten vor allem von Aufträgen der Automobilindustrie in Amerika und Europa profitiert. Im Anschluss wurde die zuletzt im Juni angehobene Jahresprognose bestätigt.

    Praktiker (ISIN DE000A0F6MD5/ WKN A0F6MD) hat bereits gestern ablehnend auf ein neues Finanzierungskonzept seines Großaktionärs reagiert. Vorstand und Aufsichtsrat des im SDAX notierten Baumarkt-Konzerns haben entschieden, gegenwärtig nicht in Verhandlungen mit der Semper Constantia Privatbank AG aus Wien über einen alternativen Finanzierungsvorschlag einzutreten. Aus Sicht des Unternehmens weist das Angebot, bezogen auf den vom Vorstand ermittelten Finanzierungsbedarf für die operative Restrukturierung von rund 210 Mio. Euro, eine signifikante Finanzierungslücke von mindestens 60 Mio. Euro auf und böte deshalb bei Umsetzung keine hinreichende Wahrscheinlichkeit für den Sanierungserfolg und die Bestandssicherung des Unternehmens. Das Papier fällt um 5,2 Prozent.

    DAX: 6.786,11 (+0,20 Prozent) MDAX: 10.839,71 (+0,12 Prozent) SDAX: 4.914,80 (+0,02 Prozent) TecDAX: 778,43 (+0,10 Prozent) (01.08.2012/ac/n/m)

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