Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Aktien haben gestern mit Gewinnen geschlossen. Dabei wurde die Stimmung von der Hoffnung auf Maßnahmen seitens der Europäischen Zentralbank gestützt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann gestern 0,71 Prozent auf 6.967,95 Punkte, während der MDAX (Xetra: ^MDAXI - Nachrichten) (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) 0,37 Prozent auf 11.167,50 Punkte vorrückte. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) notierte 0,22 Prozent fester bei 5.000,45 Stellen. Daneben gewann der TecDAX (EUREX: FTDX.EX - Nachrichten) (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) 0,06 Prozent auf 796,37 Punkte.
Asiatische und US-Börsen:
Die US-Leitindizes notierten den gesamten Handelstag freundlich und schlossen einheitlich mit positiven Vorzeichen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann abschließend 0,39 Prozent auf 13.168,60 Stellen, während sich der NASDAQ Composite (Nasdaq: ^IXIC - Nachrichten) (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) mit einem Plus von 0,87 Prozent auf 3.015,86 Zähler aus dem Handel verabschiedete. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) zeigte einen Zugewinn von 0,51 Prozent auf 1.401,35 Punkte. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.101,00 Punkten (-18,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.711,00 Punkten (+1,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.395,40 Zählern (-1,60 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der guten Vorgaben der US-Börsen uneinheitlich. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei (Osaka: ^N225 - Nachrichten) -Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,88 Prozent bei 8.881,16 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng (HKSE: ^HSI - Nachrichten) derzeit mit 0,20 Prozent im Minus bei 20.031,43 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,14 Prozent anzieht auf 2.160,55 Punkte.
Der Markt heute:
Der Bund Future steigt bisher um 0,11 Prozent auf 142,49 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.957 Punkten. Der DAX-Future (Other OTC: FRNWF.PK - Nachrichten) notiert derzeit bei 6.954,75 Zählern (-0,1 Prozent).
In Deutschland stehen heute die Außenhandelsdaten und die Produktion im produzierenden Gewerbe an. Ferner werden in Spanien die Industrieproduktion und in Frankreich die Handelsbilanz bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Arbeitsproduktivität, Arbeitskosten und der Ölmarktbericht gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Fraport (EUREX: FRA.EX - Nachrichten) , Klöckner & Co, Heidelberger Druckmaschinen (Xetra: 731400 - Nachrichten) , Grammer (Other OTC: GMEGF.PK - Nachrichten) , ING Groep (Amsterdam: INGA.AS - Nachrichten) , Axel Springer, STADA, Gigaset, Evotec (Other OTC: EVOTF.PK - Nachrichten) , Tom Tailor, OMV (Other OTC: OMVJF.PK - Nachrichten) , Douglas (Xetra: 609900 - Nachrichten) , Rio Tinto (Berlin: CRA1.BE - Nachrichten) , Swisscom (Other OTC: SWZCF.PK - Nachrichten) , News Corp, Dean Foods (Xetra: 900219 - Nachrichten) , Fifth Street Finance (NYSE: FSC - Nachrichten) und Ralph Lauren an.
Der deutsche Markt am Dienstag:
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im Juni 2012 zurückgegangen. Nach vorläufigen Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie schrumpften die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,7 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 0,7 Prozent gewachsen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen Juni durchschnittlich.
Im DAX stand die Aktie von Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) mit +2,7 Prozent an der Spitze. In der Spitzengruppe schlossen E.ON-Aktien (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) mit einem Kursgewinn von 1,9 Prozent. Der Energieversorger rechnet im ersten Halbjahr mit einer Ergebnisverbesserung. Ferner rückten Anteile des Energieversorgers RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) 1,6 Prozent vor. RWE (Other OTC: RWNFF.PK - Nachrichten) hat Anträge auf Rückbau der Blöcke A und B des Kraftwerks Biblis gestellt. BASF (TLO: 323600.TI - Nachrichten) (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) gewannen 1,4 Prozent. Der Chemiekonzern hat seine erste Produktionsanlage für Betonzusatzmittel in Russland eröffnet. Für Titel von BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) ging es 1,6 Prozent voran. Der Automobilkonzern hat im Juli 2012 einen Absatzanstieg verzeichnet. Deutsche Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) legten 1,1 Prozent zu. Der Telekommunikationskonzern prüft einem Medienbericht zufolge erneut den Einstieg in den TV-Kabelmarkt und plant in diesem Zusammenhang offenbar die Übernahme des Kabelnetzbetreibers PrimaCom (ISIN DE0006259104/ WKN 625910). Munich Re (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) rückten 0,6 Prozent auf. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft konnte im ersten Halbjahr mit dem Gewinn deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtjahreszielmarke erreichen. Die Aktie der Deutschen Börse (Xetra: 581005 - Nachrichten) (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) lag mit 0,5 Prozent im Minus. Der Börsenbetreiber hat stabile Geschäftszahlen der Tochter Clearstream für Juli 2012 veröffentlicht. An letzter Position im DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) verlor die Beiersdorf (EUREX: BEIF.EX - Nachrichten) -Aktie (ISIN DE0005200000/ WKN 520000) 1,9 Prozent.
Wichtige Meldungen:
Der Medien- und Entertainment (London: ETO.L - Nachrichten) -Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060 / WKN 855686) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2011/12 bekannt. Hierbei konnte das Unternehmen laut Aussage des Konzernchefs Robert A. Iger den größten Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte verbuchen. Die Erwartungen des Marktes wurden damit jedoch nur teilweise erfüllt.
Der amerikanische Nahrungsmittel- und Bananenproduzent Chiquita Brands International Inc. (ISIN US1700328099 / WKN 552688) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass er im zweiten Quartal 2012 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn einen Rückgang verbuchen musste. Vor allem der dramatische Wertverfall des Euros hatte sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.
Der niederländische Bierkonzern Heineken N.V. (ISIN NL0000009165 / WKN A0CA0G) ist in einen Bieter-Wettkampf um die Biermarke Tiger-Bier geraten. Dies berichtet das "Handelsblatt" am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. (08.08.2012/ac/n/m)



