APA ots news: UNIQA mit solidem Ergebnis nach neun Monaten

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Dienstag, 24. November 2009, um 13:19 CET

Wien (APA-ots) - - deutliche Prämiensteigerungen in Österreich und Westeuropa - ohne

- deutlich höhere Leistungen an Kunden und Geschädigte ausbezahlt

- Rückstellungen für zukünftige Leistungen und Reserven weiter

erhöht

- Kosten ohne Radikalmaßnahmen auf Vorjahresniveau gehalten

- Ergebnis gegenüber Halbjahr leicht angehoben

Die UNIQA Group Austria erwirtschaftete in den ersten drei

Quartalen konsolidierte abgegrenzte Prämien im Eigenbehalt von 3.510

Mio. Euro und konnte damit trotz der Auswirkungen der Finanzkrise und

negativen Währungsentwicklungen das Prämienniveau gegenüber der

Vorjahresperiode um 0,8% steigern. Bereinigt um die

Wechselkursschwankungen ergibt sich ein deutliches Prämienplus von

4,5%. Starke Prämienzuwächse erzielte UNIQA dabei trotz einer

rückläufigen Marktentwicklung in Österreich (+2,9%) und Westeuropa

(+3,0%). Besonders bemerkenswert ist, dass es UNIQA auch in Ost- und

Südosteuropa in einem äußerst schwierigen Marktumfeld gelungen ist,

die Dynamik hoch zu halten - bei den laufenden Prämien wurde in der

Region auf Euro-Basis ein überdurchschnittliches Wachstum von 12,4%

erreicht. Spartenseitig sticht auf Konzernebene die Schaden- und

Unfallversicherung mit einem Prämienplus von 3,9% heraus.

Während es gelungen ist die Kosten gegenüber der Vorjahresperiode

stabil zu halten, sind in Folge von Unwetterschäden und einiger

Großereignisse deutlich mehr Leistungen an Kunden und Geschädigte

ausbezahlt bzw. für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

zurückgestellt worden. Bei den Kapitalerträgen hat sich die positive

Entwicklung weiter fortgesetzt - die Netto-Erträge aus den

Kapitalanlagen haben sich mehr als verdoppelt und wurden zu einem

großen Teil für eine massive Stärkung der Rückstellungen genutzt.

Daraus ergibt sich ein Ergebnis für die ersten neun Monate von 42

Mio. Euro, um 7 Mio. Euro mehr als zum Halbjahr aber doch weniger als

in der Vorjahresperiode (104 Mio. Euro).

UNIQA Generaldirektor Konstantin Klien: "Es ist uns durch die

konsequente Fortsetzung unserer Qualitätsstrategie gelungen das

Potenzial der von der Finanzkrise geschwächten Märkte

überdurchschnittlich gut für UNIQA zu nutzen. In Österreich und auch

praktisch allen anderen 20 europäischen Ländern in denen wir tätig

sind, verzeichnet UNIQA weiter steigendes Kundenvertrauen und klare

Marktanteilsgewinne. Wir beobachten dabei einen breiten Trend hin zu

mehr Sicherheit und Stabilität - gerade bei der Auswahl von Partnern

aus der Finanzwirtschaft - von dem wir profitieren. Ich sehe diese

Entwicklung als Ergebnis unserer nachhaltigen Unternehmenspolitik.

Genau in diesem Sinn haben wir die stark angewachsenen Kapitalerträge

wiederum zur Stärkung unserer Rückstellungen genutzt und gleichzeitig

unser Ergebnis gegenüber dem Halbjahr verbessert. Auch wenn wir von

den Gewinnen vergangener Jahre noch ein gutes Stück entfernt sind und

auch 2010 mit Sicherheit kein einfaches Jahr werden wird, ist UNIQA

heute in der Substanz deutlich stärker als noch vor einem Jahr. Damit

haben wir die Basis für zukünftiges Wachstum verbreitert."

In Österreich konnten die Konzernunternehmen der UNIQA Gruppe -

ohne Zukäufe - die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt um 2,9% auf

2.284 Mio. Euro steigern und liegen damit weit über der Marktprognose

von -0,3% für das Gesamtjahr. Dabei ist es vor allem in der Schaden-

und Unfallversicherung gelungen die Dynamik hoch zu halten und mit

980 Mio. Euro um 5,3% mehr Prämien zu erwirtschaften.

Mitverantwortlich sind dafür deutliche Zuwächse im Breitengeschäft

und auch eine deutliche Steigerung der Vertragszahlen in den

Kfz-Sparten die klar über der Zunahme der Neuzulassungen liegt. Auch

mit dem marginalen Prämienrückgang in der Lebensversicherung von 0,3%

auf 725 Mio. Euro liegt UNIQA deutlich besser als der österreichische

Durchschnitt. Inklusive der Sparanteile aus der fonds- und

indexgebundenen Lebensversicherung erzielte UNIQA in dieser Sparte

ein signifikantes Prämienplus von 3,2% (Marktprognose für 2009:

-2,5%). Entgegen dem allgemeinen Markttrend konnten die Unternehmen

der UNIQA Gruppe dank innovativer Produkte im Bereich der fonds- und

indexgebundenen Lebensversicherung massiv zulegen. Insbesondere

Einmalerläge mit neuen Garantiekomponenten und flexible

Lebensversicherungsmodelle werden von den Kunden sehr gut angenommen.

In der Krankenversicherung stiegen die Prämien in Österreich um 3,2%

auf 579 Mio. Euro. Die unangefochtene Marktführerschaft in dieser

Sparte konnte UNIQA damit erfolgreich festigen.

In Ost- und Südosteuropa ist es - nach den enormen

Steigerungsraten im Vorjahr und obwohl die Region von den Folgen der

Finanz- und Wirtschaftskrise stark betroffen ist - gelungen, mit

Ausnahme der Lebensversicherungsprämien gegen Einmalerlag in allen

Sparten deutlich zuzulegen. Vor allem in der Schaden- und

Unfallversicherung, die die Märkte der Region weitgehend dominiert,

hat sich die UNIQA Gruppe erfolgreich von der eher stagnierenden

Marktentwicklung abgekoppelt und auf lokaler Basis ein Prämienplus

von 26,3% auf 488 Mio. Euro erwirtschaftet (auf Euro-Basis: +10,2%).

Weiterhin überaus dynamisch entwickelten sich in dieser Region die

Prämien aus der privaten Krankenversicherung - wenn auch von einer

relativ geringen Basis aus. In dieser Sparte hat die UNIQA Gruppe die

abgegrenzten Prämien durch die erfolgreiche Einführung von

Produktwelten und Qualitätsstandards - bereinigt um

Wechselkursschwankungen - um 62,4% auf 8 Mio. Euro gesteigert (auf

Euro-Basis: +31,4%). Zu dieser sehr positiven Entwicklung hat der

erfolgreiche Know-how-Transfer aus der Position des Marktführers in

Österreich wesentlich beigetragen.

In der Lebensversicherung setzte sich die zweigeteilte Entwicklung

in Ost- und Südosteuropa auch im dritten Quartal fort: Während es bei

den Einmalerlägen nach den außergewöhnlich hohen Steigerungen des

Vorjahres in Folge der Finanzkrise zu deutlichen Marktkorrekturen

kommt, gelingt es der UNIQA Gruppe die laufenden Prämien weiterhin

deutlich zu steigern. So konnten die abgegrenzten laufenden Prämien

auf lokaler Basis um 38,9% auf 77 Mio. Euro gesteigert werden

(Euro-Basis: +26,2%). Die deutliche Korrektur bei den Einmalerlägen

(-24,3% auf lokaler Basis bzw. -39,5% auf 173 Mio. Euro auf

Euro-Basis ) konnte erwartungsgemäß nicht ausgeglichen werden - in

Summe sanken die Lebensversicherungsprämien in der Region um 13,2%

auf 249 Mio. Euro. (Euro-Basis: -28,0%). In Summe erwirtschafteten

die Konzernunternehmen in Ost- und Südosteuropa abgegrenzte Prämien

von 746 Mio. Euro - bereinigt um Wechselkursschwankungen entspricht

das einem Zuwachs von 9,4% (Euro-Basis: -6,2%)

In Westeuropa sind es im Gegensatz zu Osteuropa gerade die Prämien

aus der Lebensversicherung die deutlich gesteigert werden konnten,

während die Folgen der Wirtschaftskrise in der Schaden- und

Unfallversicherung klar zu Tage treten. Insbesondere durch die

gestärkte Vertriebs-Kooperation mit der Veneto Banca in Italien und

der dynamischen Entwicklung bei der Mannheimer ist es der UNIQA

Gruppe gelungen, die abgegrenzten Lebensversicherungsprämien in

dieser Region um beachtliche 52,9% auf 129 Mio. Euro zu steigern.

Wie in Österreich und konträr zu Osteuropa haben hier die

Einmalerläge überproportional zugelegt. Die Prämien aus der Schaden-

und Unfallversicherung reduzierten sich in der Region hingegen um

11,5% auf 237 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf

Rückgänge in Italien zurückzuführen, während die deutsche Mannheimer

auch in dieser Sparte - und gegen den Markttrend - dank ihrer

erfolgreichen Nischenpolitik leicht zulegen konnte. In der

Krankenversicherung ist es gelungen in der Region das Prämienniveau

des Vorjahres in einem schwierigen Umfeld unverändert bei 114 Mio. zu

halten. In Summe konnte UNIQA die abgegrenzten Konzernprämien in

Westeuropa um 3,0% auf 480 Mio. Euro steigern.

Nach der guten Entwicklung im Vorjahr erhöhte sich der

Gesamtbetrag der Versicherungsleistungen in den ersten drei Quartalen

deutlich. Die Häufung von Großschäden, die Belastungen durch die

Sturmereignisse im dritten Quartal, die erstmalige Berücksichtigung

der Gesellschaften in Rumänien und insbesondere die stark erhöhte

Zuführung zur latenten Gewinnbeteiligung in der Lebensversicherung

haben diese Entwicklung bestimmt. Die Nettobelastung durch die

Sturmschäden alleine hat dabei rund 45 Mio. Euro ausgemacht. In Summe

stiegen die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt um 13,7% auf 3.053

Mio. Euro.

Der Bestand an Kapitalanlagen der UNIQA Gruppe erhöhte sich zum

30. September 2009 gegenüber dem Vergleichszeitpunkt 2008 um 1,2% auf

22.080 Mio. Euro. Der Anstieg der Netto-Kapitalerträge um 121,4% auf

564 Mio. Euro führte zu einer deutlichen Erhöhung der latenten

Gewinnbeteiligung zu Gunsten der Versicherungsnehmer. Daher ergibt

sich daraus keine unmittelbare Auswirkung auf das Ergebnis im

entsprechenden Ausmaß.

Die Netto-Kosten konnten in den ersten neun Monaten durch die

konsequente Einhaltung von Optimierungsprogrammen und ohne

Strategieschwenk mit 899 Mio. Euro praktisch auf dem Vorjahresniveau

(897 Mio. Euro) gehalten werden. In Österreich führte das angesichts

der deutlichen Prämiensteigerungen zu einer gesunkenen Kostenquote.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der UNIQA Gruppe

lag nach den ersten drei Quartalen bei 42 Mio. Euro. Gegenüber dem

Halbjahr entspricht das einer Steigerung um 7 Mio. bzw. 20%. Das

dritte Quartal (Juli bis September) verlief damit deutlich besser als

die Vorjahresperiode.

Ausblick

UNIQA geht davon aus, dass sich die regional sehr

unterschiedlichen Marktentwicklungen weiter fortsetzen bzw. sogar

verschärfen werden. Insbesondere in den Ländern Ost- und

Südosteuropas wird die wirtschaftliche Erholung und Stabilisierung

mit äußerst unterschiedlichen Geschwindigkeiten verlaufen. Darüber

hinaus ist damit zu rechnen, dass die negativen Auswirkungen der

Finanz- und Wirtschaftskrise auch nächstes Jahr noch auf der

Versicherungswirtschaft lasten werden. Auf den Kapitalmärkten ist

auch weiterhin mit Phasen hoher Volatilitäten zu rechnen.

Basierend auf der Entwicklung im laufenden Jahr sowie den aktuell

vorliegenden Marktdaten und Prognosen erwartet UNIQA für das

Gesamtjahr 2009 in Österreich und auch in der Region Ost- und

Südosteuropa eine deutlich über dem Branchenschnitt liegende

Prämienentwicklung. Die tragende Säule dafür bilden die Schaden- und

Unfallversicherung und Teilbereiche der Lebensversicherung.

Mittelfristig wird eine einsetzende Erholung der Wirtschaft

insbesondere in der Sachversicherung positiv spürbar sein.

Längerfristig sind wegen einer zunehmenden Bedeutung der privaten

Vorsorge - über alle Regionen - vor allem in der Personenversicherung

(Leben und Kranken) überdurchschnittliche Wachstumsfaktoren gegeben.

Wegen der anhaltenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung

der Kapitalmärkte und der Realwirtschaft ist weiterhin keine

verlässliche Ergebnis-Prognose für das Geschäftsjahr 2009 möglich.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Mitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige

Entwicklung der UNIQA Group Austria beziehen. Diese Aussagen stellen

Einschätzungen dar, die auf Basis aller uns zum aktuellen Zeitpunkt

zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die

zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die

tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen

abweichen. Eine Gewähr kann für diese Angaben daher nicht übernommen

werden.

Rückfragehinweis:

UNIQA Versicherungen AG (Wien: UQA.VI - Nachrichten) - Presseservice

Tel.: (+43 1)211 75-3414

E-Mail: presse@uniqa.at

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OTS0254 2009-11-24/13:18