Wien (APA-ots) - - deutliche Prämiensteigerungen in Österreich und Westeuropa - ohne
- deutlich höhere Leistungen an Kunden und Geschädigte ausbezahlt
- Rückstellungen für zukünftige Leistungen und Reserven weiter
erhöht
- Kosten ohne Radikalmaßnahmen auf Vorjahresniveau gehalten
- Ergebnis gegenüber Halbjahr leicht angehoben
Die UNIQA Group Austria erwirtschaftete in den ersten drei
Quartalen konsolidierte abgegrenzte Prämien im Eigenbehalt von 3.510
Mio. Euro und konnte damit trotz der Auswirkungen der Finanzkrise und
negativen Währungsentwicklungen das Prämienniveau gegenüber der
Vorjahresperiode um 0,8% steigern. Bereinigt um die
Wechselkursschwankungen ergibt sich ein deutliches Prämienplus von
4,5%. Starke Prämienzuwächse erzielte UNIQA dabei trotz einer
rückläufigen Marktentwicklung in Österreich (+2,9%) und Westeuropa
(+3,0%). Besonders bemerkenswert ist, dass es UNIQA auch in Ost- und
Südosteuropa in einem äußerst schwierigen Marktumfeld gelungen ist,
die Dynamik hoch zu halten - bei den laufenden Prämien wurde in der
Region auf Euro-Basis ein überdurchschnittliches Wachstum von 12,4%
erreicht. Spartenseitig sticht auf Konzernebene die Schaden- und
Unfallversicherung mit einem Prämienplus von 3,9% heraus.
Während es gelungen ist die Kosten gegenüber der Vorjahresperiode
stabil zu halten, sind in Folge von Unwetterschäden und einiger
Großereignisse deutlich mehr Leistungen an Kunden und Geschädigte
ausbezahlt bzw. für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
zurückgestellt worden. Bei den Kapitalerträgen hat sich die positive
Entwicklung weiter fortgesetzt - die Netto-Erträge aus den
Kapitalanlagen haben sich mehr als verdoppelt und wurden zu einem
großen Teil für eine massive Stärkung der Rückstellungen genutzt.
Daraus ergibt sich ein Ergebnis für die ersten neun Monate von 42
Mio. Euro, um 7 Mio. Euro mehr als zum Halbjahr aber doch weniger als
in der Vorjahresperiode (104 Mio. Euro).
UNIQA Generaldirektor Konstantin Klien: "Es ist uns durch die
konsequente Fortsetzung unserer Qualitätsstrategie gelungen das
Potenzial der von der Finanzkrise geschwächten Märkte
überdurchschnittlich gut für UNIQA zu nutzen. In Österreich und auch
praktisch allen anderen 20 europäischen Ländern in denen wir tätig
sind, verzeichnet UNIQA weiter steigendes Kundenvertrauen und klare
Marktanteilsgewinne. Wir beobachten dabei einen breiten Trend hin zu
mehr Sicherheit und Stabilität - gerade bei der Auswahl von Partnern
aus der Finanzwirtschaft - von dem wir profitieren. Ich sehe diese
Entwicklung als Ergebnis unserer nachhaltigen Unternehmenspolitik.
Genau in diesem Sinn haben wir die stark angewachsenen Kapitalerträge
wiederum zur Stärkung unserer Rückstellungen genutzt und gleichzeitig
unser Ergebnis gegenüber dem Halbjahr verbessert. Auch wenn wir von
den Gewinnen vergangener Jahre noch ein gutes Stück entfernt sind und
auch 2010 mit Sicherheit kein einfaches Jahr werden wird, ist UNIQA
heute in der Substanz deutlich stärker als noch vor einem Jahr. Damit
haben wir die Basis für zukünftiges Wachstum verbreitert."
In Österreich konnten die Konzernunternehmen der UNIQA Gruppe -
ohne Zukäufe - die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt um 2,9% auf
2.284 Mio. Euro steigern und liegen damit weit über der Marktprognose
von -0,3% für das Gesamtjahr. Dabei ist es vor allem in der Schaden-
und Unfallversicherung gelungen die Dynamik hoch zu halten und mit
980 Mio. Euro um 5,3% mehr Prämien zu erwirtschaften.
Mitverantwortlich sind dafür deutliche Zuwächse im Breitengeschäft
und auch eine deutliche Steigerung der Vertragszahlen in den
Kfz-Sparten die klar über der Zunahme der Neuzulassungen liegt. Auch
mit dem marginalen Prämienrückgang in der Lebensversicherung von 0,3%
auf 725 Mio. Euro liegt UNIQA deutlich besser als der österreichische
Durchschnitt. Inklusive der Sparanteile aus der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung erzielte UNIQA in dieser Sparte
ein signifikantes Prämienplus von 3,2% (Marktprognose für 2009:
-2,5%). Entgegen dem allgemeinen Markttrend konnten die Unternehmen
der UNIQA Gruppe dank innovativer Produkte im Bereich der fonds- und
indexgebundenen Lebensversicherung massiv zulegen. Insbesondere
Einmalerläge mit neuen Garantiekomponenten und flexible
Lebensversicherungsmodelle werden von den Kunden sehr gut angenommen.
In der Krankenversicherung stiegen die Prämien in Österreich um 3,2%
auf 579 Mio. Euro. Die unangefochtene Marktführerschaft in dieser
Sparte konnte UNIQA damit erfolgreich festigen.
In Ost- und Südosteuropa ist es - nach den enormen
Steigerungsraten im Vorjahr und obwohl die Region von den Folgen der
Finanz- und Wirtschaftskrise stark betroffen ist - gelungen, mit
Ausnahme der Lebensversicherungsprämien gegen Einmalerlag in allen
Sparten deutlich zuzulegen. Vor allem in der Schaden- und
Unfallversicherung, die die Märkte der Region weitgehend dominiert,
hat sich die UNIQA Gruppe erfolgreich von der eher stagnierenden
Marktentwicklung abgekoppelt und auf lokaler Basis ein Prämienplus
von 26,3% auf 488 Mio. Euro erwirtschaftet (auf Euro-Basis: +10,2%).
Weiterhin überaus dynamisch entwickelten sich in dieser Region die
Prämien aus der privaten Krankenversicherung - wenn auch von einer
relativ geringen Basis aus. In dieser Sparte hat die UNIQA Gruppe die
abgegrenzten Prämien durch die erfolgreiche Einführung von
Produktwelten und Qualitätsstandards - bereinigt um
Wechselkursschwankungen - um 62,4% auf 8 Mio. Euro gesteigert (auf
Euro-Basis: +31,4%). Zu dieser sehr positiven Entwicklung hat der
erfolgreiche Know-how-Transfer aus der Position des Marktführers in
Österreich wesentlich beigetragen.
In der Lebensversicherung setzte sich die zweigeteilte Entwicklung
in Ost- und Südosteuropa auch im dritten Quartal fort: Während es bei
den Einmalerlägen nach den außergewöhnlich hohen Steigerungen des
Vorjahres in Folge der Finanzkrise zu deutlichen Marktkorrekturen
kommt, gelingt es der UNIQA Gruppe die laufenden Prämien weiterhin
deutlich zu steigern. So konnten die abgegrenzten laufenden Prämien
auf lokaler Basis um 38,9% auf 77 Mio. Euro gesteigert werden
(Euro-Basis: +26,2%). Die deutliche Korrektur bei den Einmalerlägen
(-24,3% auf lokaler Basis bzw. -39,5% auf 173 Mio. Euro auf
Euro-Basis ) konnte erwartungsgemäß nicht ausgeglichen werden - in
Summe sanken die Lebensversicherungsprämien in der Region um 13,2%
auf 249 Mio. Euro. (Euro-Basis: -28,0%). In Summe erwirtschafteten
die Konzernunternehmen in Ost- und Südosteuropa abgegrenzte Prämien
von 746 Mio. Euro - bereinigt um Wechselkursschwankungen entspricht
das einem Zuwachs von 9,4% (Euro-Basis: -6,2%)
In Westeuropa sind es im Gegensatz zu Osteuropa gerade die Prämien
aus der Lebensversicherung die deutlich gesteigert werden konnten,
während die Folgen der Wirtschaftskrise in der Schaden- und
Unfallversicherung klar zu Tage treten. Insbesondere durch die
gestärkte Vertriebs-Kooperation mit der Veneto Banca in Italien und
der dynamischen Entwicklung bei der Mannheimer ist es der UNIQA
Gruppe gelungen, die abgegrenzten Lebensversicherungsprämien in
dieser Region um beachtliche 52,9% auf 129 Mio. Euro zu steigern.
Wie in Österreich und konträr zu Osteuropa haben hier die
Einmalerläge überproportional zugelegt. Die Prämien aus der Schaden-
und Unfallversicherung reduzierten sich in der Region hingegen um
11,5% auf 237 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf
Rückgänge in Italien zurückzuführen, während die deutsche Mannheimer
auch in dieser Sparte - und gegen den Markttrend - dank ihrer
erfolgreichen Nischenpolitik leicht zulegen konnte. In der
Krankenversicherung ist es gelungen in der Region das Prämienniveau
des Vorjahres in einem schwierigen Umfeld unverändert bei 114 Mio. zu
halten. In Summe konnte UNIQA die abgegrenzten Konzernprämien in
Westeuropa um 3,0% auf 480 Mio. Euro steigern.
Nach der guten Entwicklung im Vorjahr erhöhte sich der
Gesamtbetrag der Versicherungsleistungen in den ersten drei Quartalen
deutlich. Die Häufung von Großschäden, die Belastungen durch die
Sturmereignisse im dritten Quartal, die erstmalige Berücksichtigung
der Gesellschaften in Rumänien und insbesondere die stark erhöhte
Zuführung zur latenten Gewinnbeteiligung in der Lebensversicherung
haben diese Entwicklung bestimmt. Die Nettobelastung durch die
Sturmschäden alleine hat dabei rund 45 Mio. Euro ausgemacht. In Summe
stiegen die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt um 13,7% auf 3.053
Mio. Euro.
Der Bestand an Kapitalanlagen der UNIQA Gruppe erhöhte sich zum
30. September 2009 gegenüber dem Vergleichszeitpunkt 2008 um 1,2% auf
22.080 Mio. Euro. Der Anstieg der Netto-Kapitalerträge um 121,4% auf
564 Mio. Euro führte zu einer deutlichen Erhöhung der latenten
Gewinnbeteiligung zu Gunsten der Versicherungsnehmer. Daher ergibt
sich daraus keine unmittelbare Auswirkung auf das Ergebnis im
entsprechenden Ausmaß.
Die Netto-Kosten konnten in den ersten neun Monaten durch die
konsequente Einhaltung von Optimierungsprogrammen und ohne
Strategieschwenk mit 899 Mio. Euro praktisch auf dem Vorjahresniveau
(897 Mio. Euro) gehalten werden. In Österreich führte das angesichts
der deutlichen Prämiensteigerungen zu einer gesunkenen Kostenquote.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der UNIQA Gruppe
lag nach den ersten drei Quartalen bei 42 Mio. Euro. Gegenüber dem
Halbjahr entspricht das einer Steigerung um 7 Mio. bzw. 20%. Das
dritte Quartal (Juli bis September) verlief damit deutlich besser als
die Vorjahresperiode.
Ausblick
UNIQA geht davon aus, dass sich die regional sehr
unterschiedlichen Marktentwicklungen weiter fortsetzen bzw. sogar
verschärfen werden. Insbesondere in den Ländern Ost- und
Südosteuropas wird die wirtschaftliche Erholung und Stabilisierung
mit äußerst unterschiedlichen Geschwindigkeiten verlaufen. Darüber
hinaus ist damit zu rechnen, dass die negativen Auswirkungen der
Finanz- und Wirtschaftskrise auch nächstes Jahr noch auf der
Versicherungswirtschaft lasten werden. Auf den Kapitalmärkten ist
auch weiterhin mit Phasen hoher Volatilitäten zu rechnen.
Basierend auf der Entwicklung im laufenden Jahr sowie den aktuell
vorliegenden Marktdaten und Prognosen erwartet UNIQA für das
Gesamtjahr 2009 in Österreich und auch in der Region Ost- und
Südosteuropa eine deutlich über dem Branchenschnitt liegende
Prämienentwicklung. Die tragende Säule dafür bilden die Schaden- und
Unfallversicherung und Teilbereiche der Lebensversicherung.
Mittelfristig wird eine einsetzende Erholung der Wirtschaft
insbesondere in der Sachversicherung positiv spürbar sein.
Längerfristig sind wegen einer zunehmenden Bedeutung der privaten
Vorsorge - über alle Regionen - vor allem in der Personenversicherung
(Leben und Kranken) überdurchschnittliche Wachstumsfaktoren gegeben.
Wegen der anhaltenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung
der Kapitalmärkte und der Realwirtschaft ist weiterhin keine
verlässliche Ergebnis-Prognose für das Geschäftsjahr 2009 möglich.
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Mitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige
Entwicklung der UNIQA Group Austria beziehen. Diese Aussagen stellen
Einschätzungen dar, die auf Basis aller uns zum aktuellen Zeitpunkt
zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die
zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die
tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen
abweichen. Eine Gewähr kann für diese Angaben daher nicht übernommen
werden.
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Tel.: (+43 1)211 75-3414
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