New York (BoerseGo.de) – Die Experten von Capital Economics halten den Rückfall des nationalen Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in den USA im Juni nicht für problematisch, obwohl der Index auf das geringste Niveau seit dem Januar 2010 gesunken ist. Der Index fiel von 53,7 auf 52,1 Punkte und verfehlte so die Erwartungshaltung von 53,0 Zählern.
Nach dem deutlichen Rückgang im verarbeitenden Gewerbe auf 52,1 Punkte im Juni von 53,7 Punkten im Mai nehme man die Entwicklung bei den Dienstleistern mit einem leichten Aufatmen zur Kenntnis. Der Rückgang sei noch vergleichsweise moderat ausgefallen. Zudem habe es auch positive Aspekte gegeben. So stieg der Teilindex für die Beschäftigung auf 52,3 Punkte von zuvor 50,8 Punkten. Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt sei damit nicht so schlecht wie viele Experten es sagen würden.
Die US-Wirtschaft verliere zwar an Momentum und der Exportsektor leide am meisten, eine Rezession sei jedoch nicht zu befürchten. Die beiden ISM-Umfragen würden zusammen im Einklang mit annualisierten BIP-Wachstumsraten von 1,9 Prozent im ersten Quartal und von rund 1,0 Prozent im zweiten Quartal stehen. Die Wirtschaft wachse damit weiterhin, wenngleich das Wachstumstempo im Moment eher gering sei, so die Einschätzung.



