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    Amazon kündigt umstrittener Sicherheitsfirma

    Nach heftiger Kritik an den Arbeits- und Lebensbedingungen von Leiharbeitern beim Versandhändler Amazon in Deutschland hat das Unternehmen dem zuständigen Sicherheitsunternehmen gekündigt. Amazon habe veranlasst, dass die Zusammenarbeit mit der Firma mit sofortiger Wirkung beendet werde, teilte ein Unternehmenssprecher in München mit. Für Diskriminierung und Einschüchterung gebe es bei Amazon "Null-Toleranz", und das erwarte das Unternehmen auch von jeder Firma, mit der es zusammenarbeite.

    Eine ARD-Fernsehreportage über die Arbeits- und Lebensbedingungen von Leiharbeitern am Amazon-Standort im hessischen Bad Hersfeld hatte für Wirbel gesorgt. Die Saisonarbeiter sollen dem Bericht zufolge von privaten Sicherheitsdiensten schikaniert worden sein. Das Sicherheitsunternehmen Hensel European Security Service (HESS) räumte Kontrollen in Leiharbeiterunterkünften ein. Aufgabe sei es, "etwaige Konflikte" unter den Arbeitern zu vermeiden und das Hoteleigentum der Gastwirte "vor Diebstahl und Beschädigung zu schützen", erklärte die Firma vor einigen Tagen.

    Nach dem Bericht hatte am Wochenende auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Aufklärung gefordert. Eine Sprecherin ihres Ministeriums sagte, die Bundesagentur für Arbeit (BA) prüfe mögliche Verstöße der Leiharbeitsfirma. Ergebnisse der Prüfung würden im Lauf der Woche erwartet. Wenn Missbrauch vorliege, könne "bis zum Lizenzentzug" gegen das Unternehmen vorgegangen werden. Die Leiharbeit insgesamt stellt von der Leyen nach Angaben ihrer Sprecherin nicht in Frage. Diese könne grundsätzlich auch bei einem Einstieg in den Arbeitsmarkt helfen.

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