Pittsburgh (BoerseGo.de) – Der US-Aluminiumriese Alcoa hat die US-Quartalsberichtssaison eingeläutet. Der Gewinn des Unternehmen des ehemaligen Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld ist im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit 0,06 Dollar je Aktie im Rahmen der Konsensschätzungen der Analysten ausgefallen. Der Umsatz verzeichnete gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang von 9,4 Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar, was jedoch immer noch über den Analystenschätzungen von 5,82 Milliarden Dollar liegt. Die Unternehmensführung führt den Gewinn- und Umsatzrückgang auf die Abschwächung des Wachstums der Weltwirtschaft und gesunkene Aluminiumpreise zurück. Einige Länder in Europa sind in die Rezession abgerutscht, das Wachstum in den USA und China hat sich abgekühlt.
Die Zahlen von Alcoa gelten wegen der breiten Verwendung von Aluminium als eine Art Indikator für die gesamte Wirtschaft. Die Autoindustrie setzt das leichte Metall etwa für Motorblöcke ein, die Flugzeughersteller bauen daraus Rumpf und Tragflächen. Nach Angaben von CEO Kleinfeld sind die Aluminiumpreise gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 Prozent gefallen. "Obwohl die Aluminiumpreise gefallen sind, bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen für unser Geschäft weiterhin gesund mit einer starken Nachfrage und einem knappen Angebot", so Kleinfeld. Für das laufende Jahr hält das Unternehmen an seiner Prognose von einem Anstieg der Aluminiumnachfrage von 7,0 Prozent nach einem Zuwachs von 10,0 Prozent im Vorjahr fest. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat die Aktie um 46 Prozent nachgegeben.
Die Aktie steigt nachbörslich aktuell um 0,4 Prozent auf 8,80 Dollar.

