Aktien Frankfurt am Morgen: Deutliche Minuszeichen, Finanzwerte nach Dubai-Krise weiter unter Druck

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Freitag, 27. November 2009, um 10:17 CET

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den deutlichen Abschlägen vom Vortag sind die deutschen Standardwerte auch am letzten Tag der Woche schwächer gestartet. Der DAX verliert aktuell 0,70 Prozent auf 5.575,05 Punkte, während der MDAX (Xetra: Nachrichten) um 0,85 Prozent auf 7.001,89 Zähler abgibt. Der SDAX tendiert 1,06 Prozent leichter bei 3.427,09 Zählern, wobei beim TecDAX ein Abschlag von 1,30 Prozent auf 758,88 Punkte zu verzeichnen ist. Beim Bund-Future ist derzeit ein Plus von 0,16 Prozent auf 123,74 Punkte auszumachen.

Am Vortag hatten die führenden internationalen Leitbörsen kräftige Kursabschläge hinnehmen müssen, nachdem das Emirat Dubai unerwartet um Zahlungsaufschub für sein ins Schlingern geratenes Konglomerat "Dubai World" gebeten hatte. Auch die asiatischen Leitbörsen mussten teilweise deutliche Kursabschläge ausweisen. Unter anderem verlor der japanische Nikkei (Nachrichten) -Index mehr als 3 Prozent. Die US-Börsen waren wegen des Feiertags "Thanksgiving" gestern geschlossen.

Besonders deutliche Abschläge sind zu Handelsbeginn erwartungsgemäß bei Finanzwerten auszumachen. So müssen aktuell die Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) (-1,00 Prozent) und die Commerzbank (-2,2 Prozent) kräftige Abschläge hinnehmen. Auch die Allianz (-1,33 Prozent) verzeichnet derzeit deutlichere Minuszeichen. Dabei fürchten viele Marktteilnehmer offenbar, dass einige der deutschen Großbanken hohe Kredite an das Emirat vergeben hatten, was nun möglicherweise zu größeren Abschreibungen führen könnte. Deutlichere Abgaben sind auch beim Automobilkonzern Daimler zu verzeichnen, an dem das Emirat ein größeres Aktienpaket hält: Nach den recht deutlichen Abschlägen vom Vortag (-4,6 Prozent) verliert der Wert aktuell 1,5 Prozent. Größere Verluste sind daneben bei BASF, ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) und Salzgitter auszumachen, die rund 1,8 Prozent abgeben müssen. Das optisch recht deutliche Minus von mehr als 6 Prozent bei K+S (Xetra: 716200 - Nachrichten) resultiert aus der zuletzt angekündigten Kapitalerhöhung.

Behauptet präsentieren sich aktuell in dem durch rote Vorzeichen geprägten Gesamtmarkt adidas, FMC, Fresenius (Xetra: 578560 - Nachrichten) sowie die Deutsche Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) , die lediglich leichte Abschläge im Bereich von 0,3 Prozent zu verzeichnen haben.

Im Fokus befinden sich daneben außerdem Anteilsscheine des Handelskonzerns METRO AG (ISIN DE0007257503 / WKN 725750), der einem Pressebericht zufolge an der Übernahme der Haushaltsgerätemarke Privileg interessiert ist. Einem Pressebericht zufolge verhandeln der Media-Markt-Mutterkonzern METRO und der Versandhandelskonzern Otto über die Weitergabe der Markenrechte. Das Versandhaus hatte diese vor drei Wochen im Paket mit dem Namen Quelle aus der Insolvenzmasse des Handelskonzerns Arcandor AG (ISIN DE0006275001 / WKN 627500) gekauft, ohne genaue Vorstellungen für die Verwendung zu haben. Aktuell verliert die Aktie von METRO (Xetra: 725750 - Nachrichten) knapp 1 Prozent und rangiert damit im oberen Mittelfeld.

Beim Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) sind aktuell Abschläge von 1,4 Prozent aus zumachen. Einem Medienbericht zufolge gehen die EU-Behörden offenbar dem Verdacht wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens am Gasmarkt durch den Energiekonzern nach. Konkret werfe die Behörde der Tochter E.ON Ruhrgas vor, Transportkapazitäten im Ferngasnetz verknappt zu haben und damit Wettbewerber zu behindern, hieß es weiter.

Die Lage im MDAX präsentiert sich zu Handelsbeginn ebenfalls trostlos: Aktuell ist mit der Deutsche EuroShop (Xetra: 748020 - Nachrichten) gerade einmal ein Gewinner auszumachen. Am unteren Ende befinden sich aktuell Anteilsscheine der Aareal Bank (Xetra: 540811 - Nachrichten) , die rund 4 Prozent leichter tendieren. Abschläge von mehr als 3 Prozent sind aktuell bei Praktiker (Xetra: A0F6MD - Nachrichten) , HOCHTIEF (Xetra: 607000 - Nachrichten) und ProSiebenSat.1 auszumachen. Etwas besser präsentieren sich Anteilsscheine von Heidelberger Druckmaschinen AG (Xetra: 731400 - Nachrichten) (ISIN DE0007314007/ WKN 731400). Aktuell muss der Wert nur leichte Abschläge von 0,7 Prozent ausweisen. Am Vortag hatte der angeschlagene Druckmaschinenhersteller eine tiefgreifende Neuordnung der Konzernstruktur angekündigt.

Auch im TecDAX sind zu Handelsbeginn deutliche Abschläge auszumachen. So verlieren am Indexende aktuell Dialog Semiconductor (Xetra: 927200 - Nachrichten) mehr als 3 Prozent. Abschläge in ähnlicher Größenordnung sind bei freenet und Nordex auszumachen. An der Spitze befinden sich aktuell lediglich AIXTRON (Xetra: AIX.DE - Nachrichten) mit Aufschlägen von mehr als 1 Prozent.

DAX (Xetra: Nachrichten) : 5.575,05 (-0,70 Prozent) MDAX: 7.001,89 (-0,85 Prozent) SDAX (Xetra: Nachrichten) : 3.427,09 (-1,06 Prozent) TecDAX: 758,88 (-1,30 Prozent)

(27.11.2009/ac/n/m)