Unterlüß/Düsseldorf (dapd). Der Mischkonzern Rheinmetall will 300 seiner bisher 1.300 Arbeitsplätze in der Sparte Panzerbau wegen zu wenig Nachfrage streichen. Nach Angaben eines Firmensprechers vom Mittwoch stellte die Unternehmensleitung das Kürzungsprogramm den Belegschaften bereits vor. Zusätzlich sollen mehrere Hundert Beschäftigte innerhalb Deutschlands umziehen.
Laut dem Sprecher soll die Produktion im niedersächsischen Unterlüß zusammengezogen werden. Der kleine Standort Gersthofen bei Augsburg soll dagegen geschlossen werden, das Werk in Kiel soll mehrere Hundert Stellen durch Abbau und Umzug verlieren. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
Rheinmetall (Other OTC: RNMBF.PK - Nachrichten) baut Panzer der Typen "Puma (Xetra: 696960 - Nachrichten) ", "Marder" und "Wiesel" für die Bundeswehr und andere Armeen. Zuletzt hatte die Bundeswehr einen Auftrag über 405 "Puma" zusammengestrichen, wie Rheinmetall mitteilte. Außerdem steht das Unternehmen im scharfen Wettbewerb mit Konkurrenten, die laut Rheinmetall eine bessere Kostenbasis haben. Im Zuge des Umbaus will der Hersteller Doppelarbeit beenden, indem beispielsweise nur noch eine Abteilung für Schweißarbeiten in Unterlüß fortgeführt wird.
dapd





