Nürnberg (ddp) Der Sportartikelhersteller Adidas will hart durchgreifen, falls Sportler oder Mannschaften, die von der fränkischen Drei-Streifen-Marke ausgerüstet werden, in den Fußball-Wettskandal verwickelt sind. «Wir haben in unseren Verträgen mit Sportlern und Vereinen ganz klar drin, dass wir bei kriminellen Vergehen die Zusammenarbeit fristlos kündigen können», sagte Adidas (Xetra: 500340 - Nachrichten) -Chef Hainer der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstagsausgabe). Dies habe man in der Vergangenheit etwa bei Doping-Fällen auch getan. «Für den Wettskandal gilt das ganz genauso.»
Hainer, zugleich Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern München, zeigte sich vom Ausmaß des Wettskandals «überrascht, traurig und verärgert» Nach dem Hoyzer-Skandal 2005 habe er gedacht, «dass diese Dinge grundlegend aufgearbeitet sind und sich so etwas nicht wiederholt.» Adidas ist weltweit der größte Hersteller von Fußballprodukten und rüstet zahlreiche namhafte Vereinsmannschaften und Nationalteams aus. Daneben treten viele Kicker im In- und Ausland als Werbeträger für das Unternehmen auf.
Auch Puma und Audi (Xetra: 675700 - Nachrichten) kündigten gegenüber der Zeitung an, Ausrüster- beziehungsweise Sponsoringverträge bei Verwicklungen in den Wettskandal sofort zu kündigen
(ddp)