Der Abhörskandal bei der britischen Zeitung "News of the World" kostet Medienmogul Rupert Murdoch weiterhin richtig Geld. Alleine im zweiten Geschäftsquartal musste Murdochs News Corp eine Belastung von 87 Mio. Dollar verdauen. Das erklärte der US-Konzern bei der Vorlage seiner Zwischenbilanz am späten Mittwoch in New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) . Die News Corp hatte sich mit Opfern auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Mitarbeiter der "News of the World" sollen in zahlreichen Fällen Telefone von Prominenten oder Verbrechensopfern abgehört haben. Nachdem im vergangenen Frühjahr immer mehr Details bekannt geworden waren, stellte Murdoch das traditionsreiche Sonntagsblatt ein.
Wegen der der Abwicklung des Abhörskandals und schwächerer Werbeeinnahmen bei australischen Zeitungen fiel der Sparten-Gewinn im Verlagsgeschäft um mehr als 40 Prozent auf 218 Mio. Dollar. Trotz der Belastungen hat die News Corp im vergangenen Quartal den Gewinn von unterm Strich 641 Mio. auf annähernd 1,1 Mrd. Dollar hochschrauben können. Grund für den Sprung war zum einen ein gut laufendes Film- und Fernsehgeschäft. Bei den Kabelsendern zog der Betriebsgewinn dagegen um 20 Prozent auf 882 Mio. Dollar an.
Zum anderen sanken die Kosten. Im Vorjahreszeitraum hatte Murdoch alleine 275 Mio. Dollar für den Umbau des glücklosen sozialen Netzwerks MySpace in den Wind schreiben müssen. Der Umsatz verbesserte sich um 2 Prozent auf 9 Mrd. Dollar. Die Börsianer waren mit dem Abschneiden zufrieden. Auch die Rivalen Walt Disney und Time Warner (NYSE: TWX - Nachrichten) hatten von Oktober bis Dezember zulegen können. Die News-Corp.-Aktie stieg nachbörslich leicht.





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