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    Ab in die Sonne

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    Sonne, Strand, Ferien: Während kalter Regen und Schnee das Wetter in Deutschland bestimmen, denken immer mehr Bürger an die schönsten Wochen des Jahres und buchen ihren Sommerurlaub. Und schon jetzt zeichnet sich ab: Nicht nur Mallorca liegt im Trend.

    Januar und Februar sind in der Reisebranche traditionell die Monate mit den stärksten Auftragseingängen. Mallorca und überhaupt Spanien bleiben zwar die beliebtesten Sonnenziele der Deutschen, aber die Türkei mit ihren vielen günstigen Top-Hotels holt auf. In Tunesien sind die politischen Unruhen vergessen, das Land ist fast wieder so gut gebucht wie vor dem Arabischen Frühling. Vor allem bei Familien immer beliebter: Die nur zwei Flugstunden entfernten Sonnenstrände von Bulgarien. Das ist das Ergebnis einer Yahoo (NasdaqGS: YHOO - Nachrichten) -Umfrage bei großen Reiseveranstaltern.

    Die Stimmung in der deutschen Reisebranche ist gut: 2012 war nach Schätzung des Deutschen Reise-Verbandes (DRV) mit einem Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent wieder ein Rekordjahr. Die deutschen Veranstalter von Pauschalreisen werden wohl mehr als 24 Milliarden Euro Umsatz einfahren. 2013 geht es weiter aufwärts: "Wir rechnen mit einem guten einstelligen Wachstum", sagte der Sprecher von Marktführer TUI-Deutschland, Mario Köpers. Die niedrige Arbeitslosigkeit und gestiegene Löhne tragen zur guten Entwicklung bei.  

    Wichtigste Ziele bleiben Mallorca und das restliche Spanien: Nur zweieinhalb Flugstunden entfernt lockt hier das Mittelmeer. Aber die Türkei holt trotz deutlich längerer Flugzeit auf: "In der Türkei sind Fünf-Sterne-Hotels Standard. Zu diesen Preisen gibt es auf Mallorca höchstens Vier-Sterne-Niveau", sagte Stefan Suska vom Reiseveranstalter Alltours.

    Auch den Krisenländern in Nordafrika, Ägypten und Tunesien, vertrauen die deutschen Urlauber wieder mehr: Tunesien hat laut TUI (Xetra: TUAG00 - Nachrichten) praktisch wieder den Stand von vor den Unruhen erreicht; Ägypten noch nicht, macht aber Fortschritte. Beide Länder lassen sich die Rückkehr der deutschen Touristen etwas kosten: Tunesien hatte schon 2011 die Preise kräftig gesenkt, um die leeren Betten zu füllen. Ägypten zieht laut Alltours jetzt nach. Bei den Fernreisen stehen nach TUI-Angaben Thailand und Mexiko ganz hoch im Kurs bei den Bundesbürgern.

    Die Reiseveranstalter profitieren Jahr für Jahr stärker von der Alterung der deutschen Gesellschaft: Noch nie waren die Neu-Rentner so vermögend und gesund wie heute. "Viele investieren ihre Ersparnisse in schöne Reisen, anstatt das Geld auf dem Sparbuch von der Inflation auffressen zu lassen", sagte Alltours-Manager Suska. Während früher die Hotels im Süden im Winter meist leer standen, bevölkern nun immer mehr Langzeittouristen die Zimmer. "Eine Woche Vollpension in der Türkei im Fünf-Sterne-Haus kosten zurzeit 395 Euro, das ist fast billiger, als in Deutschland zu bleiben", sagte Suska.  

    Noch ein Trend setzt stark auf die Älteren: Kreuzfahrten stehen bei den Deutschen trotz der Havarie der "Costa Concordia" weiter hoch im Kurs. Der DRV rechnet für 2012 mit einem hohen einstelligen prozentualen Zuwachs. Die Buchungen für 2013 liegen noch einmal höher, wie es hieß. Genaue Zahlen legt der Verband im März zur Reisemesse ITB in Berlin vor.

    Die Kreuzfahrtbranche hatte 2011 hierzulande mit etwa 1,8 Millionen Gästen 2,4 Milliarden Euro Jahresumsatz erzielt. Damit ist Deutschland der drittgrößte Hochsee-Kreuzfahrtmarkt weltweit nach den USA und Großbritannien. Gerade für gut versorgte ältere Leute sind Kreuzfahrten ideal: Sie sparten sich bei Rundreisen die Mühe der Hotelwechsel und Fahrerei, kommen aber trotzdem herum.

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