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    „Gangnam Style“ macht Psy zum Werbemillionär – auch die Oma kassiert

    Der irrwitzige Hype um seinen Song „Gangnam Style“ zahlt sich für den Südkoreaner Park Jae-Sang aka Psy aus: Gut acht Millionen Dollar brachte ihm der Hit in diesem Jahr ein. Psy kassiert vor allem für Werbespots, aber auch bei den Online-Verkäufen in westlichen Ländern läuft es gut. Und der eigene Youtube-Kanal bringt ebenfalls Bares. Über Umwege macht der Hit sogar Jae-Sangs Familie reich.

    Psy tanzt seinen "Gangnam Style". (Foto: ddp images)Der „Gangnam Style“ galoppiert weiter. Bald soll der Welt-Hit die Schallgrenze von einer Milliarde Klicks auf Youtube durchbrechen. Schon jetzt ist das Video mit dem ulkigen Reitertanz mit 880 Millionen Klicks der meistgesehene Clip aller Zeiten. Und mit jedem Klick wird Park Jae-Sang reicher. Mindestens 8,1 Millionen Dollar soll der 34-Jährige bis zum Ende des Jahres verdient haben. Das hat die Nachrichtenagentur Associated Press anhand von öffentlich verfügbaren Informationen und Schätzungen aus der Musikbranche errechnet.

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    Psys eigener Kanal auf Youtube verzeichnete mittlerweile mehr als 1,3 Milliarden Zuschauer. Laut der Werbeplattform „TubeMogul“ berufen sich seine YouTube-Einnahmen auf 870.000 Dollar. Rund die Hälfte der Werbeeinnahmen behalte Google, der Mutterkonzern von Youtube. Auch bei Videos, in denen der „Gangnam Style“ parodiert wird, kassiert Psy mit. Allein in der letzten Septemberwoche gab es mehr als 33.000 solcher Videos.

    Eine weitere Geldquelle sind Online-Verkäufe, etwa über die Plattform iTunes. Alleine in den USA wurde der Hit 2,9 Millionen mal legal heruntergeladen. Beim Marktführer kostet der Download des Songs 1,29 Dollar. 30 Prozent der Erlöse behält Apple ein. Das bedeutet, dass Psy und seine Manager auf diesem Weg rund 2,6 Millionen Dollar eingestrichen haben.

    Südkoreaner dagegen bezahlen meist weniger als zehn Dollar pro Monat für einen Musikservice, mit dem sie Hunderte Songs herunterladen dürfen. Davon bekommt Psy nur 14 Prozent. Bei Streams sind es sogar nur 7,5 Prozent – von 0,2 Cent pro Stream. Laut der südkoreanischen Gaon Chart wurde „Gangnam Style” in Psys Heimatland 3,6 Millionen Mal heruntergeladen und 40 Millionen Mal gestreamt. Der Sänger bekommt dafür kümmerliche 61.000 Dollar.

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    Richtig reich wird der 34-Jährige auf einem anderen Weg: durch Werbespots im Fernsehen. Psy wirbt in Südkorea für Samsung und LG, er hält sein Gesicht für Kühlschränke und Nudeln hin. Chung Yu-seok, ein Analyst der Firma Kyobo Securities, schätzt seinen Lohn dafür auf 4,6 Millionen Dollar in diesem Jahr. Seine Auftritte in TV-Shows auf der ganzen Welt decken dagegen nur seine Reisekosten, vermutet Gary Bongiovanni, der Chefredakteur des internationalen Konzertmagazins „Pollstar“.

    Von Park Jae-Sangs Weltruhm profitiert auch seine ohnehin wohlhabende Familie. Vater, Onkel und Großmutter besitzen zusammen 30 Prozent von DI Corp., einem Zulieferer von Computerchip-Herstellern. Der Wert der DI-Aktien hat sich seit Beginn des Gangnam-Hypes im Juli verachtfacht. Zahltag für die Großmutter: Sie verkaufte Anteile für 65.000 Dollar.




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