WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Kühn empfiehlt

    Fünf Dinge, die Eltern niemals gebraucht kaufen sollten und fünf Dinge, die Sie unbedingt gebraucht kaufen sollten

    Ihr Kind steht auf Bausteine bzw. Lego? Unbedingt gebraucht kaufen. (Bild: Thinkstock …In Zeiten von Ebay und Co. ist es wieder schick geworden, Sachen gebraucht zu kaufen. Vom Auto über Spielzeug bis hin zu CDs ist alles möglich. Meine Tochter etwa wünschte sich kürzlich einen Badeanzug für ihre Puppe. Zehn Euro im Neupreis fand ich doch im Verhältnis zu Kinderbadeanzügen reichlich teuer. Schließlich ersteigerte ich einen Puppen-Badeanzug für einen Euro. Einen Badeanzug für meine Tochter jedoch würde ich nie gebraucht kaufen. Es gibt also beides: Dinge, die Sie niemals gebraucht kaufen sollten und Sachen, wo Sie enorm sparen, wenn Sie sie gebraucht kaufen.

     Fünf Mal: Bitte neu kaufen

    1)      Kindersitze:

    Kindersitze werden ständig verbessert und was 2005 das Top-Modell war, ist es heute schon lange nicht mehr. Sie gefährden die Sicherheit Ihrer Kinder, wenn Sie hier veraltete Sicherheitsnormen kaufen.

    2)      Fahrradhelme

    Wissen Sie, wie oft der Helm achtlos in die Ecke geschmissen wurde, bevor Sie ihn erstehen wollten? Bei uns kommt das schon mal vor. Vielleicht gibt es feine Risse im Schutzpolster, die die Sicherheit beeinträchtigen.

    3)      Stofftiere

    Im Stoff sitzen Bakterien und wer weiß was noch. Stofftiere sind daher etwas höchst Persönliches. Mit der Waschmaschine werden Sie zwar vieles los, aber letztlich kocht man die armen Tierchen ja nicht.

    4)      Badebekleidung

    Wird Badebekleidung falsch gewaschen, zerfällt sie im wahrsten Sinne des Wortes nach zwei oder dreimal Tragen. Daher kaufen Sie Badeanzüge und Badehosen lieber neu und beachten die Waschanleitung von Anfang an.

    5)      Schuhe

    Ein getragener Schuh ist auf das Kind „eingestellt“. Für eine andere Person passt das Fußbett dann überhaupt nicht. Fehlstellungen können die Folge sein.


    Fünf Mal: Bitte gebraucht kaufen

     1)      Bücher:

    Kinder, die lesen, muss man unterstützten, denn Lesen macht schlau. Nach der Kids-Verbraucher-Analyse von 2011, die der Egmont-Ehapa-Verlag jährlich erstellt, lesen 91% der 13-jährigen gerne. Wer einen angehenden Teenager hat, weiß, dass man mit dem Bücherkaufen kaum hinterherkommt. So schnell ist ein 300-Seiten-Schmöker ausgelesen. Neben Stadtbüchereien sind gebrauchte Bücher über Amazon eine gute Möglichkeit, Taschengeld und Elternbudget zu schonen.

    2)      Lego und Playmobil:

    Von Bekannten oder über das Internet. Lego und Playmobil sind die Klassiker beim Kinderspielzeug. Beides ist gut waschbar (die großen Duplos habe ich im Bettbezug auch in der Waschmaschine gewaschen oder in die Spülmaschine gesteckt).

    3)      Kinderklamotten:

    Gerade die Kleinsten sind so schnell rausgewachsen, so schnell kann man kaum schauen. In den meisten Städten gibt es heute spezielle Kinderflohmärkte, wo Sie rasch alles benötigte finden. Bei Ebay werden günstig Kleider-Pakete versteigert. Und natürlich ist der Tausch unter Freunden immer noch beliebt.

    4)      Rollerblades, Skateboard und Schlittschuhe

    Nicht immer ist klar, was Kindern wirklich Spaß macht. Solange die Kinder noch schnell wachsen, tun es gerade bei den „Trendsportarten“ gerne auch gebrauchte Ausrüstungen. Wird Ihr Kind ein leidenschaftlicher Schlittschuhfahrer, dann kann das zweite Paar ja neu werden.

    5)      Erste Musikinstrumente

    Hier ist es so ähnlich, wie bei den Rollerblades. Nicht immer ist von Anfang an klar, was dem Kind gefällt. Manchen Kindern wird nach einigen Wochen bewusst, dass ein Musikinstrument lernen auch ÜBEN bedeutet. Da ist es mit der Freude auch schnell mal vorbei. Wer keine Möglichkeit hat, ein Instrument zu leihen, kann zunächst ein gebrauchtes ersteigern oder kaufen. Wird das Kind dann doch ein kleiner Beethoven, dann darf es gerne der Steinway werden.

    Kinder sind Cash-Fresserchen, das ist wohl allen Eltern klar. Mit der richtigen Strategie behalten Sie Ihre Ausgaben im Griff. Ihre Einnahmen wiederum steigern Sie dadurch, dass Sie im Blick behalten, welche Kindersachen sich gut verkaufen lassen. Das sind in jedem Fall alle Dinge, die Sie unter „Bitte gebraucht kaufen“ finden können.

    Mehr über unsere Finanzexpertin Stefanie Kühn erfahren Sie hier

    Bloggerprofil

    • Stefanie Kühn, Finanzberaterin

      Sie gehört zu den Pionieren der Finanzberatung auf Honorarbasis. Sie tritt in der Öffentlichkeit und auch beim Ministerium für Verbraucherschutz für eine Stärkung der Honorarberatung ein.

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