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    Ein Vermögen für den Ruhestand: Teil II: Was benötige ich im Ruhestand?

    In einem Haushaltsbuch können Sie genau Ihre Kosten festhalten. (Bild: Fotolia)Abzuschätzen, was Sie in 10, 20 oder 30 Jahren zum Leben benötigen, ist einfacher als Sie denken. Je genauer Sie wissen, was Sie später für Möglichkeiten haben wollen, desto zielgerichteter wird der Vermögensaufbau. Es spart sich leichter, wenn Sie ein konkretes Ziel vor Augen haben.

    Wenn Sie Ihre heutigen Ausgaben beziffern können, dann haben Sie es leicht, die Lebenshaltungskosten für den Ruhestand nach heutiger Kaufkraft abzuschätzen. Analysieren Sie also Ihre jetzigen Ausgaben. Ja, hier kommt wieder das Haushaltsbuch. Ob am PC oder im Block, die Daten sind eine Quelle für Planungen aller Art.

    Überlegen Sie auch, welche Ihrer Ausgaben im Ruhestand wegfallen werden. Beispielsweise werden Beiträge zu Kapitallebensversicherungen sukzessive wegfallen. Ich warne jedoch davor, allzu großzügig zu streichen. Denn es gibt Ausgaben, die dann steigen werden. Gesundheitsausgaben sind ein Beispiel. Auch werden Sie mehr Zeit haben und so wird Ihre Freizeitgestaltung vielleicht teurer, als sie es bisher ist. Wenn Sie aber gerade ein studierendes Kind „durchfüttern“, dürfen Sie diesen Monatsbeitrag getrost abziehen.

    Tipp für die Planung: Wenn Sie in einem Eigenheim wohnen, bedenken Sie, dass das viel gepriesene „mietfreie Wohnen im Alter“ nur stimmt, wenn Sie dann gerade in einen Neubau ziehen werden. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die meisten Rentner in einem Haus leben, dass sie mit Mitte 30 gebaut haben. Das Haus ist zum Ruhestandsbeginn 35 bis 40 Jahre alt und die Reparaturen summieren sich oftmals zu einer Kernsanierung auf. Planen Sie größere Summen jährlich dafür ein!

    Nach der Ermittlung der Ausgaben für Sie als „Senior/Seniorin heute“, berücksichtigen Sie die Geldentwertung. Überlegen Sie, mit welcher Inflationsrate Sie planen möchten. Der langfristige Durchschnitt der Inflationsrate liegt bei ca. 3,2%. Der Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt bei gut 2%. Ich habe hier einmal einen Mittelwert von 2,5% genommen, das entspricht ungefähr unserem derzeitigen Wert. Rechner im Internet, beispielsweise unter www.zinsen-bereichnen.de helfen Ihnen auszurechnen, wie viel Geld Sie später benötigen.  Haben Sie für sich ermittelt, dass Ihr monatlicher Bedarf bei 3.000 Euro liegt, müssen Sie in 10 Jahren 3.840 Euro zur Verfügung haben, in 15 Jahren 4.345 Euro, in 20 Jahren 4.916 und in 25 Jahren 5.562 Euro.

    Mehr über unsere Finanzexpertin Stefanie Kühn erfahren Sie hier.

    Bloggerprofil

    • Stefanie Kühn, Finanzberaterin

      Sie gehört zu den Pionieren der Finanzberatung auf Honorarbasis. Sie tritt in der Öffentlichkeit und auch beim Ministerium für Verbraucherschutz für eine Stärkung der Honorarberatung ein.

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